11.10.2020 - 10:23 Uhr
HirschauOberpfalz

Dem Stadtrat Hirschau Plan für Solarpark Träglhof vorgestellt

In Massenricht tut sich einiges. Die Schreinerei Fellner will erweitern. Und Stefan Fellner und Maximilian Burger von der Firma ETF Solutions stellen dem Stadtrat Hirschau ihre Pläne für den schon 2018 beantragten Solarpark am Träglhof vor.

Bürgermeister Hermann Falk (rechts) gratuliert mit den drei wiedergewählten Ortssprechern (von links) Richard Wiesneth aus Krickelsdorf, Hans Scharl aus Burgstall und Josef Biehler aus Krondorf.
von Gerhard FleischmannProfil

Bei der Stadtratssitzung wurde bekannt gegeben, dass die Stadt Hirschau das Erbe von Josef Schmid, ehemals wohnhaft in der Klostergasse, angenommen hat. Bereits beauftragt wurde der Umbau der Solaranlage im Freizeitpark Monte Kaolino durch das Ingenieurbüro Schubauer mit einer Projektsumme von 180 000 Euro.

Photovoltaik ist für die Stadträte nach der inzwischen dritten Vorstellung einer im Stadtgebiet geplanten Anlage nichts Neues. Die Anlage am Träglhof soll neben der Stromerzeugung von etwa drei Megawatt im Jahr der benachbarten Firma ETF Solutions auch als Referenzprojekt dienen. Auf drei Hektar bebauter Fläche sollen zu Demonstrationszwecken für Neukunden verschiedene Kollektoren und Arten der Aufständerung zum Einsatz kommen. Das Gelände wird rundum eingezäunt, der durchschneidende Feldweg bleibt für alle befahrbar. Die gewonnene Energie deckt den Bedarf von 1060 Haushalten, 3420 Tonnen Kohlendioxid werden eingespart. Die Grasfläche soll mit Hilfe von Schafen gepflegt werden, notwendige Ausgleichsmaßnahmen können auf dem Grundstück erfolgen. Auch das Aufstellen von Bienenkästen ist eine Option. Die anfallende Gewerbesteuer bliebe voll in Hirschau, erklärten die Vertreter der Firma. Auch in der Planungsphase kämen keine Kosten auf die Stadt zu, ein eventueller Rückbau sei über eine Bürgschaft abgesichert. Aus allen Fraktionen kamen positive Rückmeldungen, sogenannte Dünnschichtmodule würden nicht verwendet, stellten die Projektanten auf Nachfrage fest. Johanna Erras-Dorfner (Freie Wähler) und Christian Feja (Grüne) schlugen vor, auch höher aufgeständerte Module mit zu verbauen, darunter sei mehr Landwirtschaft möglich. Josef Birner (SPD) entgegnete, dass das massiver wirke und wohl von den Bürgern auch wegen der besseren Sichtbarkeit der Anlage nicht gut geheißen werde. Wie zu den beiden weiteren Projekten soll auch für diese Anlage als erstes eine Bürgerinfo stattfinden.

Wegen der geplanten Erweiterung der Schreinerei Fellner in Massenricht muss ein Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert werden. Beauftragt wurde das Planungsbüro Lösch aus Amberg, die Kosten liegen beim Bauherrn.

Bürgermeister Hermann Falk stellte die wieder gewählten Ortsprecher vor. In Burgstall übernimmt das Amt weiterhin Hans Scharl, in Krickelsdorf Richard Wiesneth und in Krondorf Josef Biehler. Die Ortssprecher stellten ein wichtiges Bindeglied der Ortsteile, die mit keiner Stimme im Stadtrat vertreten seien, zur Stadt dar. Dazu sei ein Antrag zu stellen, den 30 Prozent der Wähler des Ortsteils unterstützen müssten. Aus Weiher und Steiningloh sei bislang kein entsprechender Antrag eingegangen, sagte Falk. Die SPD-Fraktion meinte, die Stadt solle nochmals Kontakt zu den Dorfbewohnern aufnehmen.

Josef Birner sprach die Gefahr an, die am Campingplatz von bei einem Sturm umstürzenden Bäume ausgeht. Es sollte der Schutzstreifen rund um das Gelände erweitert werden. Man sei an der Fragestellung dran, erwiderte der Bürgermeister.

Über den Sachstand der geplanten E-Tankstellen in der Innenstadt und am Edeka-Parkplatz erkundigte sich Günther Amann. Man sollte dort möglichst auch E-Bikes laden können, ergänzte Josef Birner. Christian Feja kritisierten, dass das Laden an der Säule am Monte-Parkplatz zu teuer und auch zu langsam sei, es gebe eine bessere Technik. Beide Projekte seien in der Ausschreibungsphase, entgegenete Bauamtsleiter Martin Beck, bei den Projekten blieben jährlich ein paar tausend Euro Unterhaltskosten bei der Stadt.

Positiv sah Wolfgang Bosser das Ansähen von Gras auf leeren Grabstellen am Friedhof. Allerdings hätte man davor die vorhandenen Unebenheiten ausgleichen sollen. Christian Feya regte an, neben der Boulebahn an der Stadtmauer ein Tischtennisplatte aufzustellen, Tobias Meindl könnte sich hier gut auch noch weitere Geräte oder Spielmöglichkeiten vorstellen.

Gleich drei Photovoltaikprojekte im Gemeindebereich Hirschau

Hirschau
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