Finden auf der Freilichtbühne im Schlosshof nicht gerade Theateraufführungen statt, ist jeden ersten Sonntag im Monat in der Alten Mälzerei eine Steingutausstellung geöffnet, bei der rund 1000 in der alten bzw. neuen Fabrik hergestellte Steingutstücke aus den Epochen Dorfner (1826 bis 1918), Carstens (1918 bis 1936) und Luckscha (1936 bis 1956) zu besichtigen sind.
Nach fünf Sonderausstellungen in den letzten Jahren bereitet Altbürgermeister Hans Drexler nun für die Zeit vom 21. Oktober 2022 bis 10. April 2023 eine weitere Sonderausstellung „Figuren“ vor, insbesondere Tierfiguren aus der Steingutzeit ab etwa 1930. Sie wurden bereits 1918 als Teil des Hirschauer Angebotssortiments genannt. Erstmals abgebildet findet man sie auf den Musterblättern von 1932.
In sechs Vitrinen sollen 50 bis 70 Figuren-Unikate präsentiert werden. Mit der Ausstellung sollen vor allem die Hirschauer angesprochen und ihr Interesse an der Steingutgeschichte geweckt bzw. erhalten werden. Nicht zuletzt dadurch, dass jeder seine eigenen Objekte dort zeigen kann. In jeder dritten Wohnung in Hirschau dürften bis heute ein Adler, ein Hirsch, ein Hund, Eisbär, Leopard oder kleine Eisvögelchen stehen.
Die Bevölkerung ist aufgerufen, ihre Figuren für die Ausstellung als Leihgaben zur Verfügung zu stellen. Der Festspielverein schließt einen Leihvertrag und eine entsprechende Versicherung ab. Die Ausstellungsstücke werden in einem eigenen Katalog (Auflage: 300) gewürdigt. Im Moment sind Hans Drexler, Pfarrer Klaus Haußmann und der erfahrene Sammler Carlo Herpich dabei, Bildaufnahmen von den bereits vorhandenen Figuren zu machen und diese zu katalogisieren. In den Katalog werden alle zur Verfügung gestellten Figuren – soweit gewünscht mit Angabe des Besitzers – aufgenommen. Interessenten sollten sich umgehend bei Hans Drexler (09622/5675) melden.













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