08.06.2020 - 13:41 Uhr
HirschbachOberpfalz

Mit der Freibadöffnung in Hirschbach dauert's noch ein wenig

Einen Termin für die Öffnung des Freibads in Hirschbach gibt es noch nicht. Dafür vollzieht sich im Gemeinderat, der erst gut einen Monat amtiert, schon der erste Wechsel.

Bürgermeister Hermann Mertel (Mitte) überreicht eine kleine Aufmerksamkeit an die ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder Marina Rischan und Horst Linn.
von Redaktion ONETZProfil

Zu Beginn seiner Sitzung befasste sich der Hirschbacher Gemeinderat mit dem Rücktrittsantrag von Marina Rischan (SPD). Kursierende Gerüchte, dieser Schritt habe mit dem neuen Bürgermeister zu tun, wies Rischan strikt zurück. Ihr Entschluss gehe ausschließlich auf gesundheitliche und familiäre Gründe zurück. "Die Familie geht vor", betonte sie. Der Gemeinderat nahm ihren Antrag einstimmig an.

Horst Sommer übernimmt Sitz

Marina Rischan war in der vergangenen Legislaturperiode für den zurückgetretenen Norber Uebler in den Gemeinderat nachgerückt. Bei der Kommunalwahl im März verpasste sie den direkten Wiedereinzug knapp, kam aber als erste Nachrückerin der SPD zum Zug, da der abgewählte Bürgermeister Hans Durst sein Mandat nicht annahm. Insgesamt gehörte sie zweieinhalb Jahre dem Gemeinderat an.

Den frei gewordenen Platz in der SPD-Fraktion nimmt Horst Sommer aus Hirschbach ein. Bürgermeister Hermann Mertel vereidigte ihn und belehrte ihn über seine Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflicht. Auf Vorschlag der SPD-Fraktion tritt Sommer auch die Nachfolge Rischans im Kindergartenausschuss an.

Drei von vier entschuldigt

Zur Verabschiedung waren die ausgeschiedenen Räte und Bürgermeister geladen. Sebastian Raum, Simon Uebler und Hans Durst hatten sich jedoch entschuldigt; erschienen war Horst Linn. Der selbstständige Unternehmer aus Eschenfelden hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Er saß eine Wahlperiode lang im Gemeinderat. Bürgermeister Mertel bedankte sich für das geleistete Engagement und überreichte Linn und Rischan eine kleine Aufmerksamkeit.

Maximal 231 Badegäste zulässig

Erst im Punkt "Wortmeldungen" kam das Thema Freibad zur Sprache. Dafür diskutierte es der Gemeinderat umso ausgiebiger. Zweiter Bürgermeister Stefan Steger informierte die Runde über eine Versammlung der Bädergemeinden in Sulzbach-Rosenberg und das dort erörterte Hygienekonzept. Gemeindemitarbeiter Kurt Utz halte die Maßnahmen für umsetzbar.

Nach aktuellen Regelungen dürfen, gemessen an der Fläche, 231 Personen auf das Badgelände, ergänzte Bürgermeister Mertel. Im Schwimmerbecken könnten sich gleichzeitig 27 Personen und im Nichtschwimmerbecken 50 Personen aufhalten. Der Kassenautomat wurde bereits umprogrammiert und gibt nur noch Tageskarten aus.

Silvia Haller fragte nach der Dokumentation von Badegästen. Dies sei nicht erforderlich, entgegnete Steger. Er verwies auch darauf, dass für die Beckenkontrolle die Badeaufsicht zuständig sei. Joachim Iwanek sieht hier eventuelle Probleme: "Wenn es nicht funktioniert, müssen wir uns bewusst sein, das Bad wieder zu schließen."

Einige Räte fürchten einen Run

Der Sicherheitsdienst Förster, der für die Aufsicht zuständig ist, brauche eine Vorlaufzeit. Es wurden Bedenken geäußert, ob eine Person für die Aufsicht ausreichend sei. Zwei oder drei sollten es sein. Andere Diskussionsbeiträge sahen die Gemeinde in einer sozialen Pflicht, das Freibad zu öffnen, während andere einen "Run" befürchteten, da vielleicht andernorts geschlossen bleibe und viele Familien Heimaturlaub machen werden.

Bürgermeister Mertel kündigte einen zeitnahen Termin mit einer Fachfirma im Bereich der Desinfektion und Hygiene an. Einstimmig entschied der Gemeinderat, die Becken nun mit Wasser zu füllen und alle erforderlichen Vorarbeiten für eine Öffnung zu treffen. Einen konkreten Öffnungstermin gibt es aber noch nicht; wahrscheinlich ist Ende Juni.

Parkplätze werden zur Mangelware

In der Zeit der Reisebeschränkungen kamen an Wochenenden und Feiertag mehr Besucher nach Hirschbach zum Wandern und Klettern. Die Parkplätze stoßen an ihre Grenzen. "Oft wird auch anderweitig geparkt", hat Zweiter Bürgermeister Steger beobachtet. Er schlug vor, eine Wiese hinterhalb des Wanderparkplatzes vorübergehend wieder als Parkfläche zu nutzen. Die Verwaltung wird darüber Kontakt mit dem Pächter aufnehmen.

Bauangelegenheiten und Anfragen:

Gemeinde hat ihre letzte Parzelle verkauft

Das Frühjahr ist traditionell die Zeit der Bauarbeiten. In Oberklausen wurde der letzte Bauplatz verkauft. Die Gemeinde verfügt somit über keine Parzellen in eigener Hand mehr. Der Gemeinderat genehmigte weitere drei Bauanträge. Gebilligt wurden die Erhöhung eines ersten Obergeschosses in Hirschbach, die verlängerte Geltungsdauer eines Vorbescheides zur Bebauung von Grundstücken in Eschenfelden und ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus in Oberklausen mit dem Vorbehalt einer Prüfung in der Verwaltungsgemeinschaft.

Die Sanierung eines Entwässerungsgrabens am östlichen Ortsrand in Achtel war bereits einige Male Thema im alten Gemeinderat. Seitens der Räte war man sich in der Sitzung über eine Begehung mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Bauausschuss einig. Die Planung soll in das Hochwasserschutzkonzept mit einfließen.

Dritter Bürgermeister Richard Leißner erkundigte sich nach dem Haushalt und erfuhr, dass dieser in Arbeit sei. Der Kämmerer befinde sich allerdings derzeit im Krankenstand.

Rita Hafner wurde von einigen Bürgern auf die Verkehrsmessung in Achtel im Frühling 2019 angesprochen. Was aus den Ergebnissen geworden ist, klärt die Verwaltung.

Bürgermeister Hermann Mertel (links) vereidigt den neuen Gemeinderat Horst Sommer.

Die Gemeindepolitik in Hirschbach formiert sich für die Jahre bis 2026

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