13.02.2020 - 09:04 Uhr
Oberpfalz

Hobbys, die glücklich machen

Immer häufiger nutzen wir unsere Freizeit für Selbstoptimierung und dazu, irgendwelche Aufgaben zu erledigen. Wo bleibt da die Freude? Betreiben Sie Hobbys zum Spaß, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Was ist eigentlich heutzutage aus unseren guten, alten Hobbys geworden?
von Autor EWAProfil

Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an diese Freundschaftsbücher, die wir während unserer Schulzeit so gerne ausgetauscht haben. Jeder Freund und Klassenkamerad musste darin einen Steckbrief ausfüllen. Immer mit dabei: eine Hobbyspalte. Meistens fielen uns dann ganz viele Dinge ein, die wir da eintragen wollten. Lesen, Musik hören, Schwimmen, Malen, mit Freunden treffen, Reiten, Skateboarden, mit dem Hund rausgehen, Fahrradfahren ... Oftmals reichte der Platz gar nicht aus für alle unsere geliebten Freizeitaktivitäten, so dass wir in der Spalte für die Lieblingsfächer ausweichen mussten.

Da stellt sich doch die Frage, was heute aus unseren guten, alten Hobbys geworden ist. Fragt man beim Kennenlernen sein Gegenüber danach, kann es schon mal sein, dass man in ein etwas verwirrtes Gesicht blickt. "Hobbys? Na ja, ich gehe zum Sport, man will ja schließlich fit bleiben. Und nebenbei lerne ich noch Chinesisch, ist gut für den Job. Ab und zu lese ich auch ein neues Buch, man muss doch mitreden können." Seien wir mal ehrlich: Mit einem Hobby hat das wenig zu tun. Immer häufiger nutzen wir unsere Freizeit für Selbstoptimierung und dazu, irgendwelche Aufgaben zu erledigen. Wo bleibt da die Freude?

Wer von uns geht denn heute schon noch laufen, einfach deswegen, weil er Spaß daran hat? Nein, dann muss gleich für den ersten Marathon trainiert werden. Oder wir bewegen uns deswegen, weil der Arzt es empfohlen hat. Oder wir einige Kilos verlieren wollen. Mit wirklicher Leidenschaft haben unsere Freizeitaktivitäten meistens nicht mehr viel zu tun. "Für ein Hobby habe ich gar keine Zeit", sagen Sie jetzt vielleicht. "Nach Feierabend muss ich schließlich noch einkaufen und kochen und die Wohnung auf Vordermann bringen, am Wochenende will man dann ja auch mal was mit der Familie unternehmen ..."

Abgesehen davon, dass wir alle gleich viel Zeit zur Verfügung haben - 24 Stunden am Tag - und es nur eine Frage der Prioritäten ist, wie wir diese verbringen, bin ich der Meinung, dass wir auch als Erwachsene gute, alte Hobbys haben sollten. Denn dass diese glücklich machen, ist längst wissenschaftlich erwiesen. Eine Studie, die an der Purdue Universität in Indiana mit mehr als 11 000 Personen durchgeführt wurde, zeigt: Je häufiger man Hobbys nachgeht und je abwechslungsreicher sie sind, desto zufriedener ist man mit seinem Leben.

Und dann gibt es da schließlich ja auch noch Hobbys, die ganz besonders glücklich machen: Malen, Stricken oder Backen zum Beispiel - und alles andere, bei dem wir kreativ tätig werden. Wandern, Yoga oder Radfahren.

Grundsätzlich alles, was mit Bewegung an der frischen Luft zu tun hat. Tanzen, Singen, Lesen. Oder eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben. Denn anderen zu helfen, macht uns ebenfalls froh und zufrieden.

Aber ganz ehrlich: Sie können auch Porzellanelefanten sammeln, Bonsais zuschneiden oder sich im Laserschwert-Kampf üben, wenn Sie das glücklich macht. Es kann Ihnen doch herzlich egal sein, was andere davon halten oder ob es Ihrem beruflichen Lebenslauf nutzt. Es ist ja schließlich Ihr Hobby. Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß dabei!

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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