13.02.2020 - 11:51 Uhr
Höflas bei VorbachOberpfalz

"Historisches Muss" in Höflas

Alexander Goller ist der Richtige für Vorbach, ist sich Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger sicher. Der Parlamentarier lobt beim Bürgertreff den Sachverstand des CSU-Bürgermeister-Kandidaten für Vorbach ebenso wie seine Herzenswärme.

Hauptakteure bei einem CSU-Bürgertreff im vollbesetzten Kapellenstüberl in Höflas sind Bürgermeisterkandidat Alexander Goller(links) und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger.
von Externer BeitragProfil

Für den Bürgermeisterkandidaten wurde der Bürgertreff im Kapellenstüberl in Höflas zu einem Heimspiel. Schon zu Beginn der Versammlung rief ein Höflaser in die Versammlungsrunde: „Nach über 100 Jahren Abstinenz ist es ein historisches Muss, dass Höflas wieder einen Bürgermeister stellt.“ Der über die Lokalgeschichte gut informierte Gemeinderat und Kirchenpfleger der Expositur Oberbibrach, Martin Wiesend, wusste Näheres: „Laut Heimatbuch von Albert Biersack amtierte von 1900 bis 1905 mit Georg Albersdörfer tatsächlich ein Höflaser als Bürgermeister der Gemeinde Vorbach.“ Wiesend wünschte sich zwar auch seinen Parteifreund Goller an der Spitze der Gemeinde. Eine “Verpflichtung“ nach 115 Jahren „Sendepause“ sei dadurch allerdings nicht abzuleiten, scherzte er.

Dann formulierte Alexander Goller seine Vorstellungen. In den Mittelpunkt stellte er die Themen Heimat, Menschlichkeit und Zusammenhalt. „Auf die Stärken der Gemeinde und der Bürgerschaft bauen und zusammenhalten.“ Dieses Credo zog sich wie ein roter Faden durch das Zukunftsprogramm des CSU-Frontmannes. Goller stellte die Brückenbauten der Deutschen Bahn in Vorbach und bei Neu-Voita in den Vordergrund, plädierte für die Nutzung des verwaisten Bahnhofsgeländes als Pkw-Parkplätze und schlug eine Zufahrtsbrücke über die Bahngleise zur Firma Novem vor. Auch ein Bedarfshalt der Bahn ist dem Kandidaten ein besonderes Anliegen. Als Energiequelle der Zukunft auch für Vorbach und die Firma Novem sah Goller Potenzial in der Wasserstoffnutzung. Neugierig ist er auf den digitalen Energienutzungsplan, der als erster Schritt hin zur Wasserstoffenergie in Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule erstellt werden soll.

Auch in Höflas gehörte die Wiedereinführung eines Kita-Busses mit Elektroantrieb zu den Schwerpunktthemen. Mit einer zugesagten Finanzierung einschließlich E-Zapfsäule im Gepäck forderte der Kandidat ein Umdenken bei der Kita-Beförderung nach Schlammersdorf. Goller wünschte sich für den laufenden Betrieb eine Trägervereinsstruktur und hielt auch eine ergänzende Nutzung des E-Busses für Privatfahrten für möglich. Bürger und Vereine mitnehmen, gehörte mit Blick auf die Dorferneuerung in Oberbibrach zu den weiteren Vorschlägen. Goller zeigte sich nach den guten Erfahrungen mit Dorferneuerungsprojekten in der Gemeinde optimistisch, dass auch die Dorfsanierung Oberbibrachs gut gelingen werde.

Die Berufs- und Altersstruktur der Bevölkerung Vorbachs spiegele sich in der CSU-Gemeinderatsliste wieder, hieß es außerdem. Die Kandidaten seien stark in den Vereinen verwurzelt. „Alle Bewerber haben das Zeug, die Gemeinde gut zu vertreten“, sagte Goller. Gemeinderätin und Kreistagskandidatin Marga Kreutzer brachte es auf den Nenner: „Respekt vor den Argumenten Anderer zum Wohl der Gemeinde und gut miteinander auskommen statt streiten und fetzen.“ „Die Reibereien stören das gute Klima in den Dörfern“, pflichtete ihr Robert Sendlbeck bei.

Deutlich wurde aber auch die nach Meinung einiger Kandidaten ungerechte Behandlung Oberbibrachs. „Jetzt ist Oberbibrach an der Reihe“, hieß es fordernd. Zu den kommunalen Schwerpunktzielen gehörte auch die Gleichbehandlung der beiden Feuerwehren. „Auf beide Wehren kommen Großprojekte zu“, hieß es. Unterstützung der Vereinsarbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Erweiterung des Kinderferienprogrammes, Kita-Bus mit erweiterten Nutzungsmöglichkeiten, Lieferdienste des Dorfladens als Service für alle Einwohner und verstärkte Projektanreize im Rahmen der Jugendförderung sind einige der Ziele. Den weiteren Versammlungsverlauf bestimmten Fragen zum Baxi und die Forderung nach einem Deutsche-Bahn-Halt in Vorbach. „In jedem Kaff hält in unserer Region der Zug“, hieß es. Da sei ein Umdenken der Bahn im Hinblick der Reaktivierung kleiner Bahnhöfe dringend notwendig.

Eine Bilanz der Kreistagsarbeit zog Landtagsmitglied Stephan Oetzinger in seiner Funktion als Ex-Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion. „Der Landkreis ist Partner der Gemeinden“, sagte der Abgeordnete. Der Landkreis fördere die finanzielle Unabhängigkeit der Gemeinden in Form der Kreisumlagen-Senkungen. Damit bleibe mehr im Gemeindesäckel und fördere die Infrastruktur der Kommunen. Mit Blick auf die Investitionen in Schulen und in die Verwaltungsinfrastruktur verwies der Parlamentarier und Kreisrat unter anderem auf Schulhaussanierungen in der Trägerschaft des Landkreises und auf die Generalsanierung des Alten Landratsamtes in Eschenbach.

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