Högen bei Weigendorf
Update 26.06.2018 - 13:51 Uhr

Mit Bätz und Bier zum Baum

Traditionell nimmt die Kirchweih richtig Fahrt auf, wenn der Baum aus dem Wald geholt wird.

Auf die richtige Dosierung der Kraft beim Anschieben an den Schwalben achtet Jürgen Bodendörfer (links). fm
Auf die richtige Dosierung der Kraft beim Anschieben an den Schwalben achtet Jürgen Bodendörfer (links).

(fm) Spender Michael Pirner war selbst dabei, als der Holztrupp eine passende Fichte aussuchte und fällte. Der 32 Meter lange, schlanke Baum wurde zum Festplatz transportiert und dort mit Schnitzereien und Girlanden fein gemacht.

Eine erkleckliche Schar aktueller und früherer Kirwaboum nahm, unter dem Kommando von Jürgen Bodendörfer, das Aufstellen in Angriff. Mit den Schwalben hoben sie das Kirwasymbol langsam in die Senkrechte. Bald wehten die Bänder an der grünen Spitze und die Girlanden im frischen Wind.

Zum Johannifest samt Kirchweih gehört am Sonntag der Gottesdienst, den Pfarrer Markus Vedder feierte. Der Männerchor um Gerhart Neubauer und der Kirchenreinbacher Posaunenchor mit Christine Vogel unterstützten ihn dabei.

Am frühen Nachmittag holten die Burschen ihre Moila unter den Klängen der Bergwald-Musi aus dem Heldrichhof ab. Die elf Paare zogen mit Bätzn und Bierfassl zum Kirwabaum, um den sich viele Schaulustige scharten. Mit Tänzen auf dem grünen Wiesengrund, Singen und Gurzen stieg die Spannung, wer diesmal zum Oberkirwapaar gekürt würde. Als die Schüsse über das Högenbachtal hallten, hatte Jasmin Seibold den Strauß in Händen und errang mit ihrem Partner Simon Heldrich diese Würde. Nach den Kletterpartien zum Herabholen von Krügl und Tuch leitete die Ehrenrunde den Abmarsch der Paare zum Weiterfeiern beim Sternwirt ein.

Fixpunkt ist an der Nachkirchweih der musikalische Frühschoppen beim Dorfwirt. Die Paare schwärmten von dort aus in den Ort aus, bis am späten Nachmittag die Versumpften auf dem Dorfplatz beim Sternwirt den Endspurt mit Verlosung des Kirwabaums einläuteten.



Musikanten und Kirwapaare scharen sich um die Oberhäupter Jasmin Seibold und Simon Heldrich (hinten, am Baum). fm
Musikanten und Kirwapaare scharen sich um die Oberhäupter Jasmin Seibold und Simon Heldrich (hinten, am Baum).
Kommentare

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Heinz Rahm

Es ist schön, von der "Kirwa" zu Hause zu hören und zu sehen. Aber mit Schrecken muss ich feststellen, dass ich diese jungen Leute gar nicht mehr persönlich kenne. Es ist eine Ewigkeit her, dass ich beruflich weggezogen bin. Aber bei manchen Gesichtern weiß ich, wo sie hingehören. Das finde ich auch schön.
Heinz Rahm, Reinheim (Kreis Darmstadt-Dieburg)

16.07.2018
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