Platz im Herzen der Gläubigen: Pfarrer Hans Schächtl feiert 80. Geburtstag

Warum muss dieser Geburtstag ausgerechnet in die mit Einschränkungen einhergehende Corona-Zeit fallen? Dem Ruhestandsgeistlichen Hans Schächtl wäre ohne jeden Zweifel am Samstag, 27. Februar, eine große Gratulationscour bevor gestanden.

Wo auch immer er ist, hat der Ruhestandsgeistliche Hans Schächtl die Sympathien der Leute auf seiner Seite. Heute feiert er den 80. Geburtstag.
von Autor HOUProfil

Es gibt viele Menschen, die diesen Mann schätzen, mögen und sich ihm verbunden fühlen: Ruhestandspfarrer Hans Schächtl wird 80 Jahre alt.

Da ist es angebracht, seinen Lebenslauf zu schildern. Doch bevor dies geschieht, bedarf es der Feststellung: Da ist einer, der sich immer dort, wo er während seiner Laufbahn als katholischer Priester die Botschaft Christi verkündete, einen Platz in den Herzen der Gläubigen verschafft hat. Weil er reden und klar formulieren kann. Doch noch viel wichtiger erscheint, dass ihm die Gabe des Zuhörens mit auf den beruflichen Weg gegeben wurde.

Seelsorger und Gesprächspartner

Der gebürtige Niederbayer wird nicht nur am Altar sichtbar. Er ist stets auch dort zu finden, wo seine Mitbürger sind. Hans Schächtl, gleich neben der Kirche St. Margareta im Höglinger Pfarrhof wohnend, sucht Kontakt zu den Leuten. Er ist da, ist für seine Umgebung nicht nur Seelsorger, sondern darüber hinaus auch Gesprächpartner. Diese Nähe hat Zuneigung, Sympathie und Freundschaften mit sich gebracht. So und nicht anders stellt sich die Bürgerschaft einen Geistlichen vor: Begleiter, Ratgeber und immer präsent, wenn man seiner bedarf.

Geschätzte Ruhestandspfarrer

Schmidgaden

Mit fünf Geschwistern wuchs Hans Schächtl in Schatzhausen bei Landshut auf. In Regensburg besuchte er das Knaben- und ab 1962 das Priesterseminar. 1968 empfing der Sohn eines Landwirtsehepaars die Weihe und ging als Kaplan bis 1972 nach Kümmersbruck bei Amberg. Aus der Oberpfalz führte die nächste berufliche Station als Kaplan ins oberfränkische Wunsiedel. Vier Jahre war Schächtl dort tätig. Dann berief man ihn als Direktor an das bischöfliche Studienseminar in Straubing. In der Gäubodenmetropole war der Theologe bis 1988 verantwortlich für weit über 200 Gymnasiasten.

Zum Ehrenbürger ernannt

Erneut führte anschließend der Weg in die Oberpfalz. Der Regensburger Bischof vertraute Schächtl von 1988 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2012 die Stadtpfarrei St. Andreas in Parsberg an. Der von ihm dort erreichte Beliebtheitsgrad lässt sich mit einem Satz beschreiben: Die Stadt Parsberg machte ihn zum Ehrenbürger. Hinter dieser höchsten Auszeichung, die eine Kommune vergeben kann, verbirgt sich der Umstand, dass da ein Pfarrer war, der weitaus mehr tat, als es seine dienstliche Pflicht gewesen wäre.

2012 kam Hans Schächtl in die Gemeinde Fensterbach, ließ sich in Högling nieder. Sehr zum Bedauern der Parsberger. Demgegenüber aber mit Freude aufgenommen an seinem Ruhestandssitz. Denn sehr bald wurde deutlich: Da kam jemand, der nicht nur willens war, den an Lebensjahren weitaus jüngeren Pfarrer Michael Hoch zu unterstützen und ihm als Kommorant zur Seite zu stehen. Hans Schächtl tat, was er in seiner priesterlichen Laufbahn immer gemacht hatte: Er ging sofort auf die Leute zu, schlug in der ihm eigenen freundlichen Art Brücken und wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem außerordentlich geschätzten Mitbürger.

Im Live-Stream

Nun wird er 80 Jahre alt. Am heutigen Samstag um 18 Uhr zelebriert Hans Schächtl in der Höglinger Kirche einen Dankgottesdient. Dabei ist er, weil die Virus-Pandemie es so diktiert, weitgehend in dem relativ kleinen Gotteshaus allein. Doch diese Feier am Altar wird für alle, die dabei sein wollen, in einem Live-Stream in die Häuser übertragen. Ein Link dazu steht auf der Homepage der Pfarrei Dürnsricht.

Schächtl wird über den Tag hinweg Botschaften aus der gesamten Gemeinde bekommen, wobei der Tenor dieser Gratulationen sicher so zusammengefasst werden kann: Auf einen wie ihn kann die Kirche stolz sein. Weil er Seelsorge so begreift und umsetzt, wie sie die Menschen im wahrsten Sinn des Wortes verstehen: Klare Sätze, die es allerdings jedermann überlassen, seinen Glauben so zu leben, wie er es für richtig hält.

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