Ein Skandal, der zum Himmel schreit

Der rumänische Präsident Klaus Iohannis wurde im Oktober mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Angesichts der großen Armut in seinem Land "ein Skandal", findet Wolfgang Houschka.

Die Weihnachtstrucker machen sich bald wieder auf den Weg nach Rumänien.
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Dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis ist im Oktober hohe Ehre zuteil geworden. In Aachen erhielt er den Karlspreis für seine herausragende Leistung als Führungsperson des – wir zitieren – "europäischsten Landes in Südosteuropa." Ein Mann, der seit 2014 regiert und den sie Brückenbauer nennen.

Im kleinen oberpfälzischen Högling, weit über 1000 Kilometer von Rumänien entfernt, werden auch heuer zwölf Lastzüge auf die lange Reise gehen, um Lebensmittel nach Rumänien zu bringen. Weil es unzählige Bürger dieses Staates gibt, die am Existenzminium leben. Sie fristen in Bretterverschlägen ihr Dasein, in denen Ratten Dauergäste sind. Vor allem Kinder und Alte sind betroffen. Ein Skandal, der zum Himmel schreit.

Dem Brückenbauer aus Rumänien kann das nicht entgangen sein. Die Jury hätte es wissen und Fragen stellen müssen. Wo Hunger herrscht und Not, ist eine deutliche Sprache notwendig. Allein schon im Sinn derer, die Jahr für Jahr Zeichen der Wohltätigkeit setzen. Sie müssen über Brücken, die dieser Präsident wohl noch nie gesehen hat.

Weihnachtstrucker rüsten sich für Fahrt nach Rumänien

Högling Gemeinde Fensterbach

 

 

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