Weihnachtstrucker-Aktion: Mit zwölf Lastzügen nach Rumänien

Es geht wieder los. Im Unternehmen Godelmann und bei den Johannitern laufen die Vorbereitungen zur Weihnachtstrucker-Aktion. Auch heuer werden zwölf Lastzüge nach Rumänien fahren und Geschenkpakete zu Bedürftigen bringen.

So sieht es aus in den Armengebieten eines Staates, der zur EU gehört: Familien hausen in Bretterverschlägen, leiden besonders im Winter bittere Not und sind auf Hilfe angewiesen.
von Autor HOUProfil

Die am zweiten Weihnachtsfeiertag beginnende Weihnachtstrucker-Aktion hat eine lange Tradition. Seit weit über einem Jahrzehnt werden Kinder und Bedürftige in den ärmsten Gebieten Rumäniens beschenkt. Auch Corona konnte im letzten Jahr die ehrenamtlich arbeitenden Helfer nicht stoppen. Zuvor war das Verteilernetz in den Zielgebieten so strukturiert worden, dass Vertrauenspersonen die Aushändigung der Pakete übernahmen. Dadurch unterblieben direkte Kontakte. Auch heuer wird das so sein.

Im Unternehmen Godelmann ist Uli Bauriedl für die Aktion zuständig. Bei ihm laufen die Organisationsfäden zusammen, er ist auch stets mit dabei, wenn zu den weit über 1000 Kilometer langen Fahrten aufgebrochen wird. 2021 geschah das bereits vier Mal. Denn Bauriedl, der ständig Spenden sammelt, hat längst festgestellt, "dass Hilfe nicht nur zu Weihnachten notwendig ist."

Keine Hilfe vom Staat

In Rumänien leben, wie Uli Bauriedl weiß, "eine Million Kinder unter der Armutsgrenze. "Sie sollten eigentlich zur Schule gehen, tun das aber aus Geldnot nicht", sagt er und ergänzt: "Wer lernen soll, braucht Material für den Unterricht und Pausenbrot". Eltern müssten das finanzieren und sind nicht in der Lage dazu. Und vom Staat gibt es keine Mittel.

Auf diesem Sektor ist nach Bauriedls Einschätzung ebenso Unterstützung notwendig wie in einem Seniorenheim, das die Mallersdorfer Schwestern in Rumänien führen. "Sie brauchen permanent Hilfe", weiß Bauriedl aus etlichen Begegnungen. Das gilt für Geldspenden ebenso wie für materielle Gaben. Daraus resultiert die Gesamtbetrachtung: "Den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, ist eine Daueraufgabe."

So ist aus der weihnachtlichen Aktion unterdessen eine fortwährende und sich das ganze Jahr über hinziehende Bemühung geworden. "Die Leute dort sind auf Hilfe angewiesen und sie brauchen uns", beschreibt Uli Bauriedl die Lage in den Armengebieten eines Staates, der zur Europäischen Union gehört.

Zwölf Lastzüge auf dem Weg

Momentan sind alle Blicke auf die am 26. Dezember beginnende Tour nach Rumänien gerichtet. In Zusammenarbeit mit den Johannitern sollen, so steht es auf dem Programmzettel, zwölf Lastzüge vom Godelmann-Werksgelände in Högling aus starten. Wenn alles planmäßig läuft, werden sie 18 000 Geschenkpakete an Bord haben.

Es gibt Eckpunkte, die sich in den vergangenen Jahren bewährt haben. Geschenkkartons können von Spendern selbst verpackt und bei Godelmann in Högling abgegeben werden. Aber auch Gaben in Form von Bargeld sind möglich. Mit diesen Beträgen werden Güter beschafft und dann in einer Godelmann-Halle verpackt. "Spendenquittungen werden ausgestellt", unterstreicht Organisator Bauriedl und fügt hinzu: "Bis 200 Euro wird der Überweisungsträger vom Finanzamt anerkannt."

Einzahlungen sind auf das Konto "Die Johanniter" bei der Sparkasse Wenzenbach (IBAN: DE04 7505 0000 0101 4520 35) möglich. Als Verwendungszweck sollte "WT-Spende Johanniter/Godelmann" angegeben werden.

Packliste für Geschenkkartons

Die Geschenkkartons für Kinder und Bedürftige in den Armengebieten Rumäniens sollten folgenden Inhalt haben: Zwei Kilo Zucker, drei Kilo Mehl, ein Kilo Reis, ein Kilo Nudeln, zwei Liter Speiseöl, ein Pfund Kakaogetränkepulver, drei Packungen Multivitamin-Brausetabletten, drei Packungen Kekse. Der Karton sollte ferner fünf Tafeln Schokolade, zwei Duschgel, eine Handcreme, zwei Zahnbürsten und zwei Tuben Zahnpasta enthalten. Erwünscht ist ferner ein Geschenk für Kinder (Malbuch, Buntstifte).

Kommentar von Wolfgang Houschka

Högling Gemeinde Fensterbach
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