Hohenfels
23.04.2026 - 15:23 Uhr
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Der Lotse verlässt den Flugplatz-Tower in Hohenfels

42 Jahre war Dietmar Meier im Dienst der US-Armee Hohenfels, davon die vergangenen 22 Jahre als Flugbetriebsleiter des US-Flugplatzes. Nun ist der Schmidmühlener in den Ruhestand gegangen.

Der Lotse verlässt den Flugplatz-Tower: Nach vielen Jahren als Flugdienstleiter der US-Armee geht Dietmar Meier in den Ruhestand. 42 Jahre stand der Schmidmühlener im Dienst der US-Armee in Hohenfels. Jetzt wurde der Flugbetriebsleiter in den Ruhestand verabschiedet. 20 Jahre war er als Flugberater, die vergangenen 22 Jahre war er als Flugbetriebsleiter der militärischen Einrichtung tätig. Als Flugbetriebsleiter war seine Aufgabe die Überwachung des Flugplatzbetriebes im Truppenübungsplatz Hohenfels. Er sorgte für sichere und reibungslose Abläufe, koordinierte Personal, Flüge und Infrastruktur und war Ansprechpartner für Behörden sowie Piloten.

Über viele Jahre war er auch die vertraute Stimme am Sorgentelefon der US-Armee in Hohenfels, wenn es bei Militärübungen besorgte Anrufe zum Fluglärm gegeben hat. „Dies ging manchmal auch soweit, dass Anrufe auch bei Staubentwicklung oder Fahrgeräuschen bei uns angekommen sind." Wie Meier aus seinen vielen Erfahrungen berichtet, ist die US-Armee immer bestrebt gewesen, den Fluglärm so gering und so unauffällig wie möglich zu halten, um das gute Einvernehmen mit der Bevölkerung in den Gemeinden rund um den Truppenübungsplatz zu gewährleisten.

Brenzlige Situation

An eine brenzlige Situation erinnert sich Meier heute noch: Bei einem Überführungsflug von Berlin nach München war ein ziviles, einmotoriges Flugzeug in eine Notsituation geraten. Wegen eines Unwetters war es dem Piloten nicht mehr möglich, seinen Zielflughafen zu erreichen, erzählt er. Für ein Ausweichmanöver stand ihm auch nicht genügend Treibstoff zur Verfügung, weshalb er per Funk ein Notsignal absetzte. „Nachdem mir der Pilot seine prekäre Lage geschildert hatte, haben wir unter Einhaltung der militärischen Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen eine sichere Landung auf unserem Flugplatz in Hohenfels ermöglichen können.“ Unbeschadet und sehr dankbar über die Hilfeleistung konnte der Pilot am nächsten Tag seinen Flug nach München fortsetzten.

Verdienstvoller Service

Bei seiner Verabschiedung sagte Meier, dass es ihm besonders am Herzen liege, seinen Teams und den Militärs für die sehr gute Zusammenarbeit zu danken. Für seinen außergewöhnlich verdienstvollen Service und seine Pflichterfüllung zur Unterstützung des Flugbetriebs auf dem JMRC-Flugplatz Hohenfels hat sich Meier in besonderer Weise um das Flugplatzmanagement mit seinen vielseitigen Aufgaben verdient gemacht. Dies wurde bereits 2017 in der Ehrenauszeichnung mit dem Commander's Award for Civilian Service gewürdigt. Die US-Armee zollte ihm besondere Wertschätzung für seinen Sachverstand, seine Professionalität, sein Pflichtbewusstsein und seine stets gezeigte Loyalität.

Zum Ende seiner Dienstzeit wurde er für seine hervorragenden zivilen Leistungen als Operationsleiter des Heeresflugplatzes Hohenfels für die G3-Luftfahrtabteilung der United States Army Europe and Africa mit der Meritorious Civilian Service Medal für loyale Verdienste geehrt. Die Verleihungsurkunde für diese höchste Auszeichnung, die ein Zivilangestellter der US-Armee erhalten kann, wurde ihm in den vergangenen Tagen vom Leiter der Flugplätze Grafenwöhr und Hohenfels verliehen. Unterzeichnet ist die Verleihungsurkunde vom stellvertretenden Kommandeur der United States Army Europe and Africa, Generalmajor Christopher R. Norrie als Zeichen der Wertschätzung der US-Armee für Dietmar Meier.

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