Hohenkemnath bei Ursensollen
26.04.2019 - 16:27 Uhr

Kirche & Wirtshaus mit Pfiff: Hohenkemnath

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt und das ehemalige Gasthaus Hirsch'n in Hohenkemnath sind diesmal Thema bei "Kirche & Wirtshaus mit Pfiff": Interessierte treffen sich dazu am Sonntag, 28. April, um 16 Uhr am Gotteshaus.

In der Dorfmitte Hohenkemnaths steht die Pfarrkiche Maria Himmelfahrt, das Wahrzeichen des Ortes. Bild: brü
In der Dorfmitte Hohenkemnaths steht die Pfarrkiche Maria Himmelfahrt, das Wahrzeichen des Ortes.

Die kirchliche Geschichte Hohenkemnaths geht auf das 14. Jahrhundert zurück und ist eng mit der des Schlosses verbunden. Vermutlich war die im Mai 1968 abgerissene Sakristei einst die Schlosskapelle. Ein daraus stammender romanischer Taufstein aus der Zeit um 1200 wird bis heute verwendet. 1968 wurde die ehemalige Kirche abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Nur der Turm blieb erhalten und birgt noch einige kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeiten, wie den Rokoko-Altar und einige Grabtafeln der SchlossbesitzerFamilien. 1865 kam ein neu geschnitzter Kreuzweg im Nazarener-Stil hinzu.

Im Mai 1969 weihte Weihbischof Karl Flügel die nach den Plänen von J. A. Frank Schwandorf/München neu erbaute Kirche. Altartisch mit Ambo, Tabernakel und Apostelleuchter stammen von Bildhauer Peter Mayer (Schwandorf), der Entwurf für die Innenfenster von Willi Götz (Rimbach/Unterfranken). Die Madonnenfigur am Altar ist ein Werk des Künstlers und Bildhauers Karl Potzler aus München. Die von Reinhard Weise aus Plattling geschaffene Orgel wurde 1990 geweiht.

Nach der Kirchenführung geht es ins ehemalige Gasthaus Hirsch'n. Dieses wurde erstmals im 19. Jahrhundert erwähnt. Nach dem Tod des Besitzers Christoph Eder 1902 heiratete seine Witwe Magdalena Georg Josef Hirsch aus Köfering. Damit blieb das Wirtshaus - heute in der dritten Generation - in Familienbesitz. Bevor 1967 ein Tanzsaal angebaut wurde, befand sich hier der Hirsch'n-Garten mit einer Kegelbahn. 1982 baute die Familie Hirsch die benachbarte Metzgerei. 1990 wurde das Wirtshaus verpachtet. Seit 1997 wird es ununterbrochen als Pizzeria von der Familie Matar geführt. Der heutige Party-Raum entstand im Jahre 2000 in Zusammenarbeit mit dem Hohenkemnather Schützenverein.

Das Projekt "Kirche & Wirtshaus mit Pfiff" der Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg wird gemeinschaftlich getragen von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und dem Evangelischen Bildungswerk (EBW) Amberg-Sulzbach sowie den Städten Amberg und Auerbach, dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE).

 
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