(no) Der Vorsitzende des Gartenbauvereins, Lorenz Geitner, informierte die Gäste über die Hopfentradition in Illschwang. Ziele waren dabei der Hopfengarten und anschließend das Museum. Dazu passend bekamen die Besucher Illschwanger Bier serviert.
Auf Einladung der evangelisch-lutherischen Gemeinde Schwandorf ist die Delegation aus Südbrasilien gegenwärtig in unserer Region zu Gast. Der Besuch der vier Frauen erfolgt im Rahmen einer Partnerschaft, die das Dekanat Sulzbach-Rosenberg, zu dem auch die Kirchengemeinde in Schwandorf gehört, seit mehreren Jahrzehnten mit dem Indianermissionsrat Comin der evangelischen Kirche lutherischen Ursprungs in Brasilien unterhält. Mit Spenden wird dabei die Arbeit der Krankenschwester und Pädagogin Noeli Falcade im Indigenengebiet Guarita unterstützt. Sie bietet dort Beratung in Fragen der Gesundheit und der Ernährung an.
Die Psychologin Priscila Emilio aus dem Volk der Kaingang kümmert sich im Auftrag der staatlichen Gesundheitsbehörde für Indigene um die Suchtprävention bei Jugendlichen. Tereza Fernandes aus dem Volk der Guarani unterstützt als Multiplikatorin die Arbeit von Noeli Falcade. Begleitet werden die Drei von der Pfarrerin Renate Gierus, der Koordinatorin der pastoralen und programmatischen Arbeit von Comin.
Der brasilianische Austauschpfarrer der Schwandorfer Kirchengemeinde Alfredo Malikoski steht an der Spitze des Personenkreises, der die südamerikanischen Gäste während ihres Aufenthalts in der Region betreut. Dazu gehören neben Malikoski Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius aus Rieden, Gerda Stollner aus Aicha und Brigitte Lang aus Schwandorf. Bei Besuchen, wie zum Beispiel in Illschwang,werden Kontakte geknüpft und wechselseitig Anregungen ausgetauscht. Ein weiteres touristisches Ausflugsziel ist für die Besuchsgruppe die Schwandorfer Felsenkeller.
Die Partnerschaft des Dekanats mit Comin und besonders zu einem Projekt im Indigenengebiet Guarita gibt es seit mehr als 40 Jahren. Aus einer zunächst lockeren Unterstützung der Indigenen wurde im Laufe der Zeit eine Partnerschaft. Ab 1824 kamen deutsche Einwanderer nach Brasilien. Sie gründeten Städte und so entstanden die ersten lutherischen Gemeinden . Sie besiedelten eine Landschaft, die den Ureinwohnern. den Indianern, gehörte und ihnen weggenommen worden war. 1982 kam es zur Gründung eines Rats für die Arbeit mit den indigenen Völkern, welches den Namen Comin bekam. Die Organisation versteht ihre Arbeit als Versöhnungsdienst für die Mitschuld der deutschen Siedler an der Verdrängung der Indianer. Das größte Indigenengebiet, in dem sich Comin engagiert, ist Guarita. Es befindet sich im Süden Brasiliens. Hier leben rund 7000 Indigene der Stämme Kaigang und Guarani in zwölf Dörfern.
Illschwang
16.07.2018 - 13:18 Uhr
Hopfensaft mundet Brasilianern
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