10.06.2020 - 09:55 Uhr
IllschwangOberpfalz

Reicher Kindersegen in Illschwang: Auf Zwillinge folgen Drillinge

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Nicht alltäglich ist das Familienglück, das Cathrin und Reinhold Kleinöder in Illschwang zuteil wurde. Im Februar 2020 kamen Drillinge auf die Welt. Zuvor hatte das Paar schon Zwillingen und einem Einzelkind das Leben geschenkt.

Im Garten an der Rutsche:: (hinten von links Justus, Noah und Anna); am Arm der Eltern (beim Papa) Emil und Elias sowie (bei der Mama) Emma.
von Norbert WeisProfil

Der 17. Februar diesen Jahres wird für das junge Ehepaar aus Illschwang unvergessen bleiben. Im Klinikum St. Marien Amberg kamen innerhalb weniger Minuten durch einen Kaiserschnitt die Drillinge Emil, Elias und Emma zur Welt. Die Familie war damit auf sechs Kinder gewachsen. Den Anfang des Kindersegens hatte Noah als Ältester am 12. Februar 2015 gemacht. Ihm folgten am 18. November 2016 die Zwillinge Anna und Justus.

Das junge Paar hatte sich schon immer sehnlichst vier Kinder gewünscht. Mit Noah war ein Anfang gemacht. Zu diesem Zeitpunkt konnten Cathrin und Reinhold Kleinöder nicht ahnen, dass es noch fünf weitere werden sollten. "Ich war bei der Geburt meines ersten Sohnes extrem nervös, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt", erzählt Reinhold Kleinöder. Die Erleichterung war groß, nachdem Cathrin im St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg ein gesundes Kind zur Welt gebracht hatte. Mit seinem Zuwachs wohnte das Paar im Haus der Eltern des Mannes in Illschwang, in einer sehr geräumigen Wohnung.

Ebenfalls im Sulzbacher Krankenhaus brachte Cathrin Kleinöder im November 2016 die Zwillinge Anna und Justus zur Welt. Bis zum Tag der Geburt war das Paar noch im festen Glauben, dass es zwei Jungen werden. Umso größer die Überraschung, als ihnen die Hebamme erst im Kreißsaal sagte, dass ein Mädchen dabei ist. Während der Name Justus schon lange feststand, musste für Anna eine spontane Entscheidung getroffen werden.

In der 33. Schwangerschaftswoche kamen dann im Februar 2020 im Klinikum St. Marien die Drillinge zur Welt - etwas zu früh. In der Reihenfolge Emil, Elias und Emma erblickten sie kurz hintereinander das Licht der Welt. Schon 36 Stunden nach der Geburt durfte die Mama bereits wieder nach Hause. Die drei Kleinen kamen auf die Frühchen-Intensivstation, wo sie rund vier Wochen lang hochgepäppelt wurden, ehe sie nach Hause geholt werden konnten.

Überraschung: Ein Mädchen

Cathrin Kleinöder, die das dortige Personal sehr lobte, meinte zu den Drillingen: "Sie mussten lernen, in dieser Welt anzukommen." Mittlerweile haben sich Emil, Elias und Emma bestens entwickelt und bereiten große Freude. Für die Mama war die Zeit der Schwangerschaft nicht einfach. Der werdenden Mutter war ständig übel. Cathrin kam es zugute, dass sie bereits bei der Geburt der Zwillinge entsprechende Erfahrungen sammeln konnte. Lob bekam von ihr der Amberger Gynäkologe Dr. Tobias Riedl. Durch sein großes Engagement konnte die Schwangere bis zum Tag der Geburt zu Hause bleiben.

In der Nacht war bei einem Kind die Fruchtblase geplatzt, so dass ein sofortiger Kaiserschnitt erforderlich wurde. Großes Lob seitens der Eltern gibt es auch für die Hebamme Annegret Renner-Mühlhaus. Während der Schwangerschaft habe sie von ihr sehr große Unterstützung erfahren, sagt die Mutter. "Mehr, als es eigentlich in ihr Aufgabenfeld fiel." Die jungen Eltern betonten, dass beide durch die Hebamme und den Gynäkologen beruhigt wurden, wenn sie Sorgen und Ängste im Hinblick auf die Geburt plagten. Dankbar sind Cathrin und Reinhold natürlich auch über den familiären Rückhalt.

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Sofortiger Kaiserschnitt

Kritische Anmerkungen machten die Eltern beim Gespräch mit Oberpfalz-Medien hinsichtlich der Unterstützung von sechs Kindern durch staatliche Stellen. Bei dieser familiären Konstellation hätten sie sich mehr Unterstützung von fachlicher Seite erwartet. "Das haben wir bisher vermisst", sagt Reinhold Kleinöder. Entsprechende Anträge seien von der Koordinierungsstelle für frühe Hilfe (Koki) in Amberg und der Krankenkasse abgelehnt worden. Die Krankenkasse genehmigte, so Cathrin Kleinöder, nur eine Haushaltshilfe von der Caritas-Station in Hirschau bis zum 30. April.

Erschwerend kam für das Paar noch hinzu, dass Noah, Justus und Anna, wegen der Corona-Pandemie die Kindertagesstätte St.Vitus für einige Wochen nicht besuchen konnten. Dies machte es erforderlich, dass Reinhold seine Elternzeit zwei Mal verlängern musste.

Diesbezüglich bedankt sich der Vater ausdrücklich bei seinem Arbeitgeber für das gezeigte Verständnis. Bis Mitte August kann er dadurch noch zu Hause sein. Cathrin Kleinöder merkt an: "Unsere Gesellschaft wünscht sich immer Kinder, doch nicht alle wollen solche Jungfamilien unterstützen."

Dank an Arbeitgeber

Die Drillinge Elias, Emma und Emil (von links) schlummern in ihrem Bettchen.

Über die Geburtshilfe am Klinikum Amberg

Amberg

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