13.10.2019 - 17:50 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Überraschung aus Ebnath

Der SPD-Bürgermeisterkandidat in Immenreuth für die Kommunalwahl im März 2020 steht fest. Der parteilose Anton Dornheim aus Ebnath wurde mit einer Gegenstimme nominiert. Um 15 Uhr knallten am Sonntag in der Familienferienstätte die Sektkorken.

von Bernhard KreuzerProfil

Vorsitzender Alfred Schuster sah bei seiner Begrüßung in dem sonnenverwöhnten Herbsttag ein gutes Omen, das Rathaus wieder in sozialdemokratische Hände zurückzuführen. Zur Versammlung waren auch der ehemalige Bürgermeister Peter Merkl und Ehrenvorsitzender Günther Reichenberger gekommen.

Schuster bedauerte, trotz mehrerer Versuche keinen Bewerber in der Gemeinde für das Bürgermeisteramt gefunden zu haben. Neue Wege wurden gegangen. Über soziale Medien wurde ein Kandidat gesucht. Sechs meldeten sich. Das dreiköpfige Auswahlteam entschied sich für den Innenarchitekten Anton Dornheim.

Er gehört keiner Partei an, war kommunalpolitisch noch nie aktiv, "er ist aber ein Mann, der etwas bewegen will", hob Schuster hervor. "Wir sind überzeugt von ihm. Beruflich ist er es gewohnt zu gestalten." Für die SPD sei es wichtig, einen Kandidaten zu stellen, der parteiunabhängig ist und unabhängig die verfahrene Situation in der Gemeinde respektvoll und mit gesundem Menschenverstand lösen könne, so Alfred Schuster bei der Vorstellung. Der geborene Neusorger ist nach eigenen Worten Kandidat aus Idealismus. Ihm gehe es um das Ganze und um das Gemeinwohl. Bei seinem Statement hob er hervor, Probleme müssten gemeinsam gelöst werden, auch wenn es nicht immer angenehm sei.

Zu seinen Zielvorgaben gehören, einen Standort für junge Menschen und Familien, Wohnraum und Baugebiete zu schaffen, Betriebe und Einzelhandel zu erhalten und zu sichern. Verkehrsanbindungen zu verbessern. Anton Dornheim versprach, einen besseren Informationsaustausch mit den Gemeindemitgliedern und ein offenes Ohr für die Bürger und dabei sein maximales Engagement einzubringen.

Diplom-Ingenieur (FH) Anton Dornheim ist 55 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Er besuchte das Gymnasium in Marktredwitz. In seiner Freizeit ist er als Übungsleiter für Beachvolleyball aktiv, er schwimmt gerne und ist ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. Ein Problemfeld durfte der Kandidat gleich mit nach Hause nehmen: Rathaus und Personal.

Peter Merkl ließ erkennen, die SPD sei voll dabei, wenn es darum gehe, den Neubau des Rathauses zu verhindern. Der Gedanke, der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath wieder beizutreten, sollte nicht vom Tisch sein. Ein Grund: die Personalsituation. So müsse eine standesamtliche Trauung kommende Woche aufgrund des Krankenstandes von Immenreuth nach Kemnath verlegt werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.