24.02.2020 - 11:39 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Wasser und Wegebau

"Die Schlinge zieht sich zu." Zu dieser Beurteilung kam Jagdpächter Manfred Veigl in der Versammlung der Jagdgenossenschaft im Feuerwehrgerätehaus in punkto Schwarzwild.

Zurzeit ist der Weg von der ehemaligen Kaspersbrücke in die Gabellohe durch einen zugewachsenen Entwässerungsgraben total vernässt. Der Baum- und Buschbestand auf der westlichen Seite ist bereits weitgehend beseitigt.
von Bernhard KreuzerProfil

Im Mittelpunkt der Versammlung stand jedoch der Wegebau. Eine lange Diskussionsrunde leitete dazu Jagdvorsteher Karlheinz Pocker. 17 Jagdgenossen begrüßte er dazu. Unter ihnen als Vertreter der Gemeinde Dritten Bürgermeister Eberhard Besold.

Nicht ohne nachhaltige Folgen blieb nach seinen Worten der Breitbandausbau im Bereich der Zweifelau. 160 Meter Feldweg zum Flötzbach hin wurden aufgegraben und das mit nachhaltigen Folgen. Im Herbst mussten nochmals Reparaturarbeiten erfolgen. 20 Tonnen Frostschutz mit Unterstützung der Gemeinde wurden dabei eingebaut.

In der Gabellohe stehe die Sanierung des Weges von der ehemaligen Kaspersbrücke zum Anwesen Bayerl an. Auf einem 260 Meter langen Abschnitt ist der Graben zugewachsen, der unbefestigte Weg vernässt. Hereinragende Äste waren Grund, auf die angrenzende Wiese auszuweichen. Der Baumbewuchs auf der westlichen Seite wurde zwischenzeitlich zurückgenommen.

Entwässerung verbessern

Kein abschließender Beschluss konnte für den Umfang der Sanierung gefunden werden. Befürchtet wurde, dass ein sanierter Weg als Durchgangsweg genutzt und dadurch in das ohnehin schon beunruhigte Jagdrevier noch mehr Störungen gebracht wird. Es so zu belassen wie es ist, wurde auch als Möglichkeit angesehen, weil zu den landwirtschaftlichen Flächen ausreichende Zufahrten existieren. Ebenso wurde der Einbau von Schranken gegen Durchgangsverkehr als Alternative angeregt. Übereinstimmung bestand jedoch darin, die Entwässerung des Weges wieder zu verbessern.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde soll dieser wieder hergerichtet werden. Die Jagdgenossenschaft will dazu einen Beitrag von 2000 Euro leisten. Eingebunden darin ist die Sanierung der Straße von der ehemaligen Kaspersbrücke Richtung Friedhof auf einer Länge von rund 100 Metern.

In diesem Zusammenhang wurde daran erinnert, dass die Flurbereinigung in den 1980er Jahren der Gemeinde für die Instandhaltung der Flurbereinigungswege 30 000 D-Mark zur Verfügung gestellt hat. "Dieses Geld wurde noch nicht beansprucht", wurde hervorgehoben.

Wildschäden verzeichnete der Jagdvorsteher in seinem Bericht nicht. Dies galt auch für das vermehrte Auftreten der Wildschweine. Jagdpächter Veigl stellte ein vermehrtes Auftreten der Schwarzkittel zur Reifezeit der Maisfelder fest. "Vom Schadersberg zieht es sie ins Jagdrevier. Wenn die Felder abgeerntet sind, verschwinden sie wieder." Tagsüber seien sie im Revier nicht zu beobachten.

Abschussplan erfüllt

Wegen der Störungen durch den Straßen- und Eisenbahnverkehr, das Freizeitverhalten von Hundeführern bis zu Reitern, Wanderern und Radfahrern kämen die Wildschweine grundsätzlich erst nach Mitternacht. Ihre Bejagung werde dadurch beschwert. Veigl befürchtete, dass langfristig gesehen durch die Beunruhigung nicht mehr auf die Jagd gegangen werden könne.

Nach seinen Worten wurde der Abschussplan beim Rehwild durch den Straßenverkehr erfüllt. Acht Rehe fielen ihm zum Opfer. Neun Füchse, vier Reiher, fünf Krähen und vier Elstern ergänzten die Jagdstrecke.

Konrad Merkl schloss die Kasse der Jagdgenossenschaft mit einem Plus ab. Merkl wurde noch zum Datenschutzbeauftragten bestellt.

Info:

Hintergrund

Im Abschnitt Eichelgarten der Staatsstraße 2177 wurden die Rehe auf einer Strecke von 450 Metern in den Morgenstunden getötet. Bei der Bürgerversammlung im November wurde einmal mehr eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Hinweisschilder „Wildwechsel“ gefordert. Eine diesbezügliche Presseanfrage dazu vor Wochen beim Staatlichen Straßenbauamt blieb bis heute unbeantwortet.

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