22.01.2021 - 16:47 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Irchenriether Tierpark: Tieren droht die Schlachtbank

Alpakas, Emus, Zicklein oder Lämmern zu sagen, dass sie im Lockdown kürzer treten müssen, geht nicht. Doch es geht auch für sie um ihr Leben im Tierpark Gleitsbachtal. Tierbestand per Schlachtung reduzieren? Manfred Urban bricht das Herz.

Solch kleinen Lebewesen wie dem Zicklein will Manfred Urban weiter ein schönes Leben im Tierpark Gleitsbachtal ermöglichen.
von Ernst FrischholzProfil

Manfred Urban sendet hier im Gespräch mit Oberpfalzmedien einen Hilferuf. Nicht für sich, aber für seine Tieren, die ihm ans Herz gewachsen sind, und für die sich nun schon existentielle Probleme auftun. Über 70 Tiere tummeln sich lebensfroh auf etwa 40.000 Quadratmetern im einzigen privaten Tierpark in der Oberpfalz vor Weidens Toren an der Bundesstraße 22 Richtung Cham. Zwei Kilometer breite Wege führen zu den einzelnen Gehegen. Hygienevorschriften stehen am Zugang und Urban achtet auch darauf, dass sie eingehalten werden. Er versteht aber auch, dass in dem Stadium der Pandemie sein Tierpark nicht systemrelevant ist.

Zeit für Rücklagen reichte nicht

Urbans Problem ist, dass sein Tierpark im Frühjahr bis Mitte Mai – zwei Monate beste Zeit – schon unter die Auflagen fiel. Nun waren es gerade mal fünfeinhalb Monate bis November und er ist wieder zu, in einer Zeit in der dieser „sich den Winterspeck“ hätte anfuttern müssen in Form von Einnahmen. Da bricht was weg. Förderung? Ja, da wird der Umsatz der Wintermonate letztes Jahr als Basis gelegt und da war der November und Dezember gering. Die gute Zeit zwischen Weihnachten und Heilig Drei König in den Ferien, lief früher gut, wenn Skifahren nicht möglich war, ist aber auch ausgefallen.

Bereits Bestand verkleinert

Tonnen an geschreddertem Brot und Semmeln und dazu Spezialfutter je nach Art sind für seine tierischen Zöglinge erforderlich. Urban hat das Herz geblutet, weil er schon daran gehen musste, seinen Tierbestand zu reduzieren. Bei Damwild, Schafen, Ziegen oder auch Enten geht das schon. Aber Exoten wie etwa die zwei Alpakas oder etwa die Emus (Strauße) wachsen nicht auf natürliche Weise nach. Die Schafe und Ziegen tragen auch jetzt und bringen Nachwuchs, die wieder den Bestand auffüllen.

Tierische Existenznöte

Irchenrieth

Was kann sich Urban vorstellen? Spenden ja, immer gerne. Aber sein Ansinnen wäre auch eine Patenschaft für dieses oder jene Tier zu übernehmen. Da ist er nicht vermessen. 10 Euro für einen Hasen, 20 Euro für ein Lamm oder etwas mehr für die beiden Alpakas oder Strauße wären mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Urban würde sich über Anfragen (unter Telefon 01718181857) freuen.

Freude pur. Die jungen Lämmer fühlen sich wohl im Tierpark Gleitsbachtal.

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