09.06.2021 - 09:00 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Waldkindergarten auch für Etzenricht?

Etzenrichts Bürgermeister Martin Schregelmann und die Gemeinderäte besichtigen in Irchenrieth den neuen Waldkindergarten. Und sind begeistert. Kommt ein solcher auch in Etzenricht?

Sabrina Schwab (links) von LearningCampus informiert die Etzenrichter Gemeindevertreter mit Bürgermeister Martin Schregelmann (dritter von links) zusammen mit Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer (Mitte am Baum stehend) über Entstehung und Betrieb des Waldkindergartens, der die Etzenrichter beeindruckte.
von Ernst FrischholzProfil

Wenn man das anerkennende Nicken und die Wortäußerungen der Damen und Herren des Gemeinderats richtig deutete, dann dürfte Gemeindechef Martin Schregelmann die Zustimmung für einen Waldkindergarten in Etzenricht sicher sein. Durch die Berichte in den Oberpfalz Medien waren die Etzenrichter Gemeindevertreter auf das Projekt der Irchenriether aufmerksam geworden und hatten diesbezüglich auch schon Gespräche geführt. So auch mit LearningCampus, die die Etzenrichter ebenfalls gerne als Betreiber haben möchten. Laut Bereichsleiterin Sabrina Schwabl würde dem wohl nichts entgegenstehen.

Schwabl war es auch, die mit Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer die Etzenrichter über die Entstehung, Verwirklichung und den bereits angelaufenen Betrieb informierte. Schregelmann führte aus, dass man eigentlich in der selben Situation sei wie Irchenrieth. Der Katholische Kindergarten St. Nikolaus sei mit zwei Gruppen und einer Krippengruppe ausgelastet. Die Kirche könne aus Platzgründen und auch wegen Diözesanvorgaben nicht mehr erweitern. Die Nachfragen von Eltern zeigten, dass dringend Handlungsbedarf bestehe. "Wir sind unter Zeitdruck", sagte Schregelmann. Ein Kindergartenbau würde sich wohl auf drei bis vier Jahre hinziehen und Kosten von sicher zwei bis drei Millionen Euro verursachen.

Die Problemlösung: ein Waldkindergarten nach Irchenriether Modell. Kosten von nur 92.000 Euro und Verwirklichung in nicht einmal einem Jahr sind der Anreiz für die Etzenrichter. "Was die Irchenriether können, wird auch uns gelingen", zeigte sich Schregelmann überzeugt. Schwabl von LearningCampus informierte über die Rahmenbedingungen und den Tagesablauf. Zudem beantwortete sie viele Fragen der Gemeinderäte und besichtigte mit ihnen das Innenleben des wie es eine Rätin ausdrückte „wunderbaren Wagens“. Die Kapazität sei auf 25 Kinder ausgelegt.

Etzenricht habe ein Waldgelände in Gemeindebesitz, das sich eignen würde. Lediglich die Zuwegung als Rettungsweg müsste man lösen. Es sei ein Areal in der Nähe des Eichelbachs, Richtung Weiherhammer und dann am Ortsende links hoch in Richtung Industriegebiet Weiherhammer, informiert der Etzenrichter Bürgermeister. Als Ausweichquartier bei zum Beispiel zehn Grad Minus, Windstärke acht, Schneebruch oder Gewitter haben die Etzenrichter die Räume der Eltern-Kind-Gruppe im Rathaus im Visier. "Wir haben bereits für heuer Mittel im Haushalt ausgewiesen, wir haben ein Grundstück, und wir haben hier gesehen, wie ein solcher Waldkindergarten aussieht und betrieben wird. Zudem besteht mit LearningCampus weitgehend Übereinstimmung. Legen wir los", sagte Schregelmann zu den Gemeinderäten und gab als sportliche Zielvorgabe aus: „Eröffnung eines Waldkindergartens in Etzenricht in einem Jahr." Irchenrieths Bürgermeister Hammer gab den Etzenrichtern noch den Rat mit auf den Weg, von Anfang an das Kreisjugendamt mit ins Boot zu nehmen.

Route 7 ist beschildert

Etzenricht

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