Neuer Amberger CSU-Ortsverband zwischen Aufbruchstimmung und Verdruss

Karmensölden bei Amberg
06.08.2022 - 15:51 Uhr

Beim Treffen des neuen CSU-Ortsverbandes Eisberg-Karmensölden wollte Manfred Rauscher eigentlich ein Aufbruchssignal senden. Stattdessen kam der Vorsitzende aber auf viele Probleme zu sprechen, die ihn bewegen.

Zügig gehen die Bauarbeiten im Bereich Winter- und Kleestraße voran. Der Damm des Regenrückhaltebeckens (hinten rechts) ist aufgeschüttet. Im Bildvordergrund wird die Kita gebaut.

Nach der Fusion der CSU-Ortsverbände Eisberg und Karmensölden sei es nun Zeit, sich über die gemeinsame Zukunft Gedanken zu machen. Das sagte Manfred Rauscher, der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Eisberg-Karmensölden, bei der Ortsversammlung im Schützenhaus in Karmensölden. Rauscher bedauerte bei dem Treffen zunächst aber eine rückläufige Mitgliederentwicklung, denn es herrsche allgemein „politischer Verdruss“. Rauscher wörtlich: "Wir sollen dann versuchen, in einem persönlichen Gespräch den Austrittswilligen von seinem Vorhaben abzubringen." Der Vorsitzende bemängelte auch, dass der Informationsfluss seitens des CSU-Kreisverbandes und der CSU-Stadtratsfraktion sehr zu wünschen übriglasse. Gäbe es im Ortsverband nicht zwei Stadträte, hätte man "überhaupt keine Ahnung", was im Kreisverband oder in der Fraktion geschehe. Norbert Wasner, der eine Wahlperiode für den CSU-Ortsverband Karmensölden im Stadtrat saß, sagte, dass Amberg zwar einen Stadtrat habe, der seine Arbeit ordnungsgemäß verrichte, lautstark dagegen artikuliere sich in Amberg eine "außerparlamentarische Opposition", die aber "absolut in der Minderheit" sei.

Eines der größten Projekte im Ortsverband ist laut Manfred Rauscher der geplante Kindergarten im Drillingsfeld, der für zwölf Gruppen und fast 300 Kindern ausgelegt sei. Der Bau stehe nächstes Jahr an. Aber: „Wir haben dann zur Bring- und Abholzeit ein mehr als problematisches Verkehrsaufkommen im Bereich Frühling- und Winterstraße sowie Kleeweg." Auch im ganzen Eisberg werde das Parkverhalten vielfach untragbar, lautete ein Diskussionsbeitrag, denn eine vermehrte Wohnbebauung führe zwangsläufig zu mehr Autos und die müssten irgendwo geparkt werden, denn Garagen und Tiefgaragenstellplätze seien Mangelware.

Für die Stimmkreisversammlung des CSU-Stadtverbands Amberg am 15. September nominierte der CSU-Ortsverband Eisberg-Karmensölden folgende Delegierte: Manfred Rauscher, Susanne Wasner, Andreas Neiswirth, Armin Müller, Klaus Etzold, Günther Weise und Alois Haizmann.

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