30.03.2020 - 11:39 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Haberkorn und Wöhrl rücken für CSU nach

Rochade schon vor dem Amtsantritt: Andrea Heining und Felix Kirchberger verzichten auf ihre Mandate im Kastler Gemeinderat.

Lukas Haberkorn
von Holger Stiegler (STG)Profil
Andreas Wöhrl

Überraschende personelle Veränderung wird es im nächsten Kastler Gemeinderat geben: Die frischgewählten CSU-Kandidaten Andrea Heining und Felix Kirchberger nehmen ihr Mandat nicht an, stattdessen rücken Lukas Haberkorn und Andreas Wöhrl nach. Das teilte der CSU-Ortsverband am Wochenende in einer Pressemitteilung mit.

„Wie schnell sich Sachverhalte ändern können, zeigt in diesen Tagen nicht nur die um sich greifende Pandemie, sondern auch kurzfristige und plötzliche Veränderungen im privaten und familiären sowie auch im beruflichen Bereich“, heißt es in dem Schreiben des CSU-Vorsitzenden und künftigen Bürgermeisters Hans Walter. Demnach gebe es bei Andrea Heining private beziehungsweise familiäre Gründe, die sich erst vor wenigen Tagen ergeben haben und die dafür sorgen, dass sie ihrer Aufgabe im Gemeinderat in absehbarer Zeit nicht gerecht werden könne.

Bei Felix Kirchberger sind es berufliche Gründe, die ihn nur Ablehnung des Mandats veranlassen. „Der 23-jährige Betriebswirtschaftsstudent trat zum 1. März bei einer der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deutschlands mit Standort in München sein Praxissemester an. Hier erhielt er in dieser Woche zugleich auch die Möglichkeit, sein Bachelor-Arbeitssemester bei dieser Gesellschaft machen zu können“, schreibt Walter. Ob er anschließend wieder zurück nach Kastl kommen könne, um ein Masterstudium an der OTH Amberg-Weiden oder an der Universität in Bayreuth aufzunehmen, sei derzeit unklar. Deshalb könne er nicht garantieren, dass er den erforderlichen zeitlichen Aufwand für die Arbeit im Gemeinderat aufbringen und an den Sitzungen teilnehmen kann.

„Heining und Kirchberger bedanken sich nochmals ausdrücklich für den großartigen Zuspruch, den sie bei der Gemeinderatswahl bekommen haben und bedauern es sehr, dass sie nun kurzfristig ihr Amt nicht annehmen können“, heißt es in dem Schreiben weiter. Andrea Heining hatte bei der Wahl am 15. März insgesamt 702 Stimmen bekommen und hatte damit einen Sprung auf der CSU-Liste von Platz 12 auf Platz 5 gemacht. Felix Kirchberger hatte 653 Stimmen erreicht, er wäre das jüngste Gemeinderatsmitglied gewesen.

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