10.06.2018 - 14:47 Uhr

Kein Konkurrenzbau zur Kirche

Grundsteinlegung für das neue Pfarrheim von Herz Jesu, das von allen sehnsüchtig erwartet wird. Einweihung soll 2019 sein.

Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Bürgermeister Lothar Höher und Architekt Manfred Schwemmer legen die Zeitkapsel ins Fundament des neuen Pfarrheims. Kunz
Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Bürgermeister Lothar Höher und Architekt Manfred Schwemmer legen die Zeitkapsel ins Fundament des neuen Pfarrheims.

(uz) Eine "Zeitkapsel" betonierten Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Bürgermeister Lothar Höher und Architekt Manfred Schwemmer am Samstag nach dem Vorabendgottesdienst auf dem Vorplatz der Kirche ins Fundament des neuen Pfarrheims und symbolisierten mit dieser Geste die Grundsteinlegung für das Holzgebäude. Dieses soll an Pfingsten 2019 eingeweiht werden.

Wie Stadtpfarrer Pausch erklärte, befindet sich in dem Kupferbehälter eine Urkunde, die von Pfarrgemeinderatssprecher Manuel Häffner verlesen und von Würden- und Entscheidungsträgern der Pfarrei unterschrieben wurde. Desweiteren jeweils ein Exemplar der aktuellen Tageszeitung "Der Neue Tag", des Pfarrbriefs, des Gottesdiensttextes, der Zeitung „Christ in der Gegenwart“ sowie Münzen.

Kirchenpfleger Hans-Joachim Wolfinger erinnerte an die Anfänge des geplanten Pfarrheims, nachdem man sich im März 2015 vom alten, 1966 errichteten Pfarrheim, verabschiedet hatte und eine Generalsanierung durch die Diözese Regensburg abgelehnt worden war. „Da fragten wir uns, ob wir uns bei rückläufigen Kirchenbesucherzahlen und mangelndem Interesse am kirchlichen Leben ein neues Pfarrheim leisten sollten.“ Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sich aber doch für einen Neubau ausgesprochen. Die Diözese habe dem zugestimmt. Und jetzt dürfe die Holzkonstruktion sogar 40 Quadratmeter kleiner ausfallen als sonst üblich. „Wir wollten ein Haus nach Augenmaß und auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten.“ Sprich: Drei Gruppenräume und eine Küche für 1,4 Millionen Euro, von denen die Hälfte von der Diözese getragen werde.

Architekt Schwemmer, der gegenüber der Pfarrkirche aufgewachsen ist, führte seine Planungen auf seine Beobachtung aus der Kindheit zurück. „Ich will einen dynamischen Zugang zur Lerchenfeldstraße und über ein sieben Meter langes Vordach zur Kirche hin eine Begegnungsstätte für die Kirchenbesucher schaffen." Wichtig sei ihm: „Kein Konkurrenzbau zur Kirche, vor der ich großen Respekt habe.“

Mit der Errichtung des Holzbaus werde in fünf Wochen begonnen. „In sechs Wochen steht das Gebäude.“ Dann stünden langwierige Innenarbeiten an. „Pfingsten 2019 kriegen wir hin.“ Stadtpfarrer Pausch: „Ich freue mich auf das, was da im Entstehen ist.“ Bezirkstagsvizepräsident Höher sprach davon, dass es höchste Zeit sei, dass diese Pfarrei wieder ein Pfarrheim bekomme. Denn: „Diese Kirche leistet sehr viel.“ Sein Dank galt dem Weidener Bauamt.

Die Zeremonie wurde von vielen Gottesdienstbesuchern begleitet. Darunter vom Pfarrgemeinderat und einigen Stadträten. Anschließend waren die Gäste zum Sektempfang vor der Kirche geladen.

Stadtpfarrer Gerhard Pausch segnet die "Zeitkapsel", die zur Grundsteinlegung in das Fundament des neuen Pfarrheims betoniert wird. Es assistieren Pfarrvikar Andreas Reber, Bürgermeister Lothar Höher und Architekt Manfred Schwemmer. Kunz
Stadtpfarrer Gerhard Pausch segnet die "Zeitkapsel", die zur Grundsteinlegung in das Fundament des neuen Pfarrheims betoniert wird. Es assistieren Pfarrvikar Andreas Reber, Bürgermeister Lothar Höher und Architekt Manfred Schwemmer.
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