Kemnath am Buchberg
12.06.2021 - 00:01 Uhr

Bevölkerung und Vereine halfen

„Der Kindergarten soll zu den Kindern kommen“. In diesem pädagogischen Leitsatz lag 1994 der Beweggrund des Schnaittenbacher Stadtrats, dem Bau des Kindergartens St. Margareta in Kemnath a. B. zuzustimmen.

Johann Rackl war zur damaligen Zeit der treibende Motor für die Realisierung eines Freibads in Kemnath a.B. Bild: privat
Johann Rackl war zur damaligen Zeit der treibende Motor für die Realisierung eines Freibads in Kemnath a.B.

Eineinhalb Jahre nahm der Bau des Kindergartens in Anspruch. Er wurde für eine Gruppe mit 25 Kindern angelegt, ist aber auf zwei Gruppen erweiterbar. Der Bau schlug mit 1,12 Millionen Mark zu Buche, von denen 500.000 Mark die Katholische Kirchenstiftung Kemnath a. B. übernahm. Die Diözese bezuschusste den Kindergartenbau mit 150.000 Mark, die restlichen Kosten übernahmen die Regierung und die Stadt Schnaittenbach.

Zum Gelingen des Projekts trugen die Bevölkerung und die hiesigen Vereine maßgeblich bei, die alle Baumaßnahme durch Spenden und Eigenleistungen unterstützten. Für die Kemnather Kinder war und ist der Kindergarten vor Ort bis heute eine große Bereicherung. Dieser ist für die dortigen Kinder gefahrlos und ohne große Umstände zu erreichen. Vorher mussten nämlich die Kleinen am zeitigen Morgen eine Busfahrt nach Schnaittenbach in eine Betreuungseinrichtung auf sich nehmen. Mittags wurden sie dann von den Eltern dort wieder abgeholt.

Zum Freudentag wurde der Tag der Einweihung des neu gebauten Kindergartens durch Domdekan Prälat Franz-Xaver Hirsch Mitte November 1996 für die Kinder und deren Eltern in Kemnath a.B.. Der damalige Kemnather Pfarrer und Vorsitzende der Katholischen Kirchenstiftung Kemnath a. B. als Bauträger, Felix Maier, bedankte sich bei Schnaittenbachs Bürgermeister Karl Färber für die Befürwortung des nicht unumstrittenen Kindergartenbaus

Architekt Karl Tippmann nannte die Entscheidung des Stadtrats für Kemnath als Standort einen wahren Glücksgriff, da ein Kindergarten nach seinen Aussagen zu den Kindern gehöre. Gratulationen zum gelungenen Kindergartenbau kamen damals auch von Landrat Hans Wagner sowie Staatssekretär und MdB Rudolf Kraus. Seit nunmehr 25 Jahren wird der Kindergarten St. Margareta bestens in Kemnath a. B. angenommen und von dort nicht mehr wegzudenken.

Info:

Freibad weicht Kindergarten

Auf dem Areal, auf welchem der Kemnather Kindergarten erbaut wurde, befand sich vorher das Freibad, das eines der ersten seiner Art im Landkreis war. Für dessen Bau hatte sich damals der kürzlich verstorbene Johann Rackl eingesetzt, der in seine Freizeit hier Schwimmunterricht gab. Lang kämpften die Kemnather für den Erhalt des Freibads vor Ort. Rund 20 junge Personen machten damals 1993 sogar dafür das Schwimmabzeichen in Bronze und Silber, um eine Wasserwacht zu stellen! Das Becken wurde trotzdem zugeschüttet. Angeführte Gründe seitens der Stadt waren: Eingemeindung nach Schnaittenbach, Sanierungskosten zu hoch, zwei Freibäder im Stadtgebiet nicht finanzierbar usw... Ein Trost war es dann für die Kemnather, als sie erfuhren, dass auf dem Freibadgelände der Kindergarten St. Margareta entstehen sollte, der eine Investition in die Kinder und somit in die Zukunft bedeutete.

Der Kindergarten St. Margareta vor Ort in Kemnath a. B. war und ist für Kinder und Eltern ein Glücksfall. Bild: ads
Der Kindergarten St. Margareta vor Ort in Kemnath a. B. war und ist für Kinder und Eltern ein Glücksfall.
 
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