10.06.2019 - 18:27 Uhr
Kemnath am BuchbergOberpfalz

Pfingstritt in Kemnath am Buchberg: Segen für Mensch und Pferd

Der Pfingstmontag steht in Kemnath seit über einem halben Jahrhundert ganz im Zeichen der Pferde. Der Pfingstritt mit anschließendem Festbetrieb lockte wieder Hunderte Besucher an.

Insbesondere die Haflinger stehen im Mittelpunkt, schließlich sind es die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath, die die langjährige und wertgeschätzte Tradition des Pfingstritts pflegen. Neben dem großen Reiterzug gehören Pferdesegnung und Festmesse an der Sebastiani-Kapelle auf dem Kalvarienberg mit anschließendem Festbetrieb zum Programm.

150 Reiter, zehn Gespanne

Viel Aufwand hatten die Haflingerzüchter und Pferdefreunde auch heuer bereits im Vorfeld getrieben, damit die besucherträchtige Veranstaltung reibungslos über die Bühne gehen konnte. Vereinskassier Georg Bauer hatte zwei Ehrenkutschen, acht Gespanne, Fahnenabordnungen hoch zu Ross und rund 150 Reiter im Dorfkern gruppiert.

Dann setzte sich der Reiterzug, angeführt von Markus Bierler mit dem Kreuz, zur Sebastiani-Kapelle in Bewegung. Für musikalische Unterhaltung sorgten das Buchbergecho und die Jagdhornbläser aus Nabburg mit einem Standkonzert am Kirchplatz. Höhepunkt des Zugs war die Segnung von Pferden und Reitern an der Sebastiani-Kapelle durch Pfarrer Josef Irlbacher.

"Wir sind überglücklich und heilfroh, dass wir heuer wieder unsere angestammte Strecke des Pfingstritts nach der Fertigstellung der Brücke im Zuge von Straßenbaumaßnahmen benutzen können", betonte der Vorsitzende der Haflingerzüchter und Pferdefreunde, Lorenz Gebert vor zahlreichen Gästen, darunter auch die Gründungsmitglieder Alois Birner und Josef Reng. Bürgermeister Sepp Reindl zeigte sich sehr erfreut über den enormen Zuspruch des Pfingstritts: Dieser sei harmonisch, heimatlich und kulturell. Die Haflingerzüchter und Pferdefreunde pflegten diese Tradition mit großem Engagement und viel Herzblut und investierten einen enormen Arbeitsaufwand.

Landrat Reisinger bestätigte, dass es sich nach dem beeindruckenden Reiterzug und der ansprechenden Messe auf dem gepflegten Festplatz bei guter Verköstigung in geselliger Runde bestens feiern lasse. "Der Pfingstritt weist mit seiner langen Tradition auf die innige Verbindung und Gemeinschaft von Mensch und Tier hin, die getragen ist von der Achtung vor den Geschöpfen Gottes seitens des Menschen", betont Pfarrer Josef Irlbacher in der Festmesse. In Freitags-Demonstrationen machten neuerdings Schüler darauf aufmerksam, dass die Verbindung von Mensch und Tier nicht mehr intakt sei. In seiner Predigt stellte Irlbacher eine Verbindung von den Utensilien des Reiters wie Zaum, Zügel, Halfter, Steigbügel und Sattel zum Glauben her. Er endete mit der Feststellung: "Glaube gehört zum Leben, ohne ihn ist das Leben leer." Nach der Festmesse lud HaflingerChef Lorenz Gebert zum Feiern auf den Festplatz ein. Er riet den Gästen, sich die Verlosung nicht entgehen zu lassen. Hauptgewinn war eine einwöchige Reise nach Südtirol.

Der Pfingstritt hat Tradition in Kemnath am Buchberg. Auch heuer boten sich Teilnehmern und Zuschauern schöne Bilder.

Achtung vor der Schöpfung

Ein Blick in die Geschichte

Kemnath am Buchberg

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