22.02.2021 - 16:04 Uhr
KemnathOberpfalz

120 Pikser in regionaler Impfstation in Kemnath

„Ich bin froh, dass ich endlich geimpft werde“, sagte Franz Johann Riedl erleichtert, als er in der Kemnather Mehrzweckhalle an der Reihe war. Kemnath machte den Auftakt als erste regionale Corona-Impfstation im Landkreis Tirschenreuth.

Eine Spritze in den Oberarm zu bekommen, ist meist nicht angenehm. "Aber ich bin wirklich froh, dass ich die erste Impfung jetzt habe", sagt der 85-jährige Franz Johann Riedl aus Kemnath.
von Holger Stiegler (STG)Profil

So wie dem 85-jährigen Kemnather ging es am Montag noch 119 weiteren mindestens 80-jährigen Seniorinnen und Senioren: Sie alle erhielten ihre erste Corona-Schutzimpfung in Kemnath. „Ich bin wirklich sehr erleichtert, dass das hier in Kemnath geklappt hat“, verriet Riedl. Mindestens 80 Jahre alt und in der Mobilität so eingeschränkt sein, dass man nicht ins Impfzentrum nach Waldsassen kommt sowie in Kemnath, Kastl, Immenreuth, Kulmain, Erbendorf oder Krummennaab wohnen – das waren die Voraussetzungen, um absolut heimatnah geimpft zu werden.

Ohne Komplikationen

Die ersten 120 Personen einer noch viel längeren Liste waren nun an der Reihe – und es verlief ohne Komplikation. „Zu Beginn hatten wir kleinere technische Schwierigkeiten, aber das hatten wir dann im Griff“, berichtete BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl. Die Organisation hatte reibungslos funktioniert, von den Verantwortlichen der Stadt Kemnath und des städtischen Bauhofs sei man sehr gut unterstützt worden.

Jeder Impfwillige hatte im Vorfeld eine Uhrzeit bekommen, so dass sich die Wartezeiten vor Ort in Grenzen hielten. Jeweils drei „Stationen“ mussten die Personen durchlaufen: Direkt beim Zugang in die Halle hinein gab es eine Ausweiskontrolle, an zwei weiteren Stationen wurden die Leute dann zur Impfung aufgeklärt und beraten. An der dritten Station kam es dann zur eigentlichen Impfung in einem Bereich, der unter anderem durch aufgestellte Weichbodenmatten optisch abgegrenzt war. Auch davon gab es zwei Einheiten.

Geringer Beratungsbedarf

„Der Beratungsbedarf hielt sich eigentlich in Grenzen“, berichtete der niedergelassene Kemnather Arzt Dr. Ralf Cronenberg. Er war auch schon als registrierter Impfarzt zweimal im BRK-Seniorenheim im Einsatz, an diesem Tag hat er das Beratungs- und Aufklärungsgespräch übernommen. Er bestätigte, was auch Franz Johann Riedl sagte: „Bei vielen merkt man die Erleichterung, jetzt geimpft zu werden!“ Die Beratungsgespräche, in denen neben medizinischen Aspekten auch das Bürokratische abgeklärt wurde, dauerten im Schnitt etwa fünf Minuten.

„Bei vielen merkt man die Erleichterung, jetzt geimpft zu werden!“

Dr. Ralf Cronenberg

Auch in Tirschenreuth startet die Impfstation

Tirschenreuth

Am 15. März bekommen die Senioren in Kemnath am selben Ort die zweite Impfung. Wann es weitere Termine für Erstimpfungen in der Mehrzweckhalle geben wird, kann Holger Schedl noch nicht sagen: „Das hängt davon ab, wann wir wieviel Impfstoff geliefert bekommen.“ Erst dann seien weitere Planungen möglich, wahrscheinlich mit einem Vorlauf von höchstens einer Woche. „Aber sowohl das Impf-Team wie auch die Verantwortlichen der Stadt Kemnath sind bereit für weitere Impfeinsätze“, betonte der Geschäftsführer.

Die Aufklärungsgespräche nahm unter anderem der Kemnather Arzt Dr. Ralf Cronenberg (Mitte) mit einem BRK-Mitarbeiter vor.

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