Kemnath
11.12.2018 - 10:19 Uhr

Bäcker und Fotograf

Wilhelm Greger aus Kemnath feiert seinen 90. Geburtstag.

Bürgermeister Werner Nickl (rechts) und viele Familienmitglieder (links) gratulieren Wilhelm Greger zu seinem 90. Geburtstag. Bild: jzk
Bürgermeister Werner Nickl (rechts) und viele Familienmitglieder (links) gratulieren Wilhelm Greger zu seinem 90. Geburtstag.

„Die größten Geschenke sind Freude an den schönen Dingen des Lebens, liebevolle Menschen in der Nähe und vor allem eine stabile Gesundheit. Das alles soll Ihnen im neuen Jahr gegeben sein“, steht in dem Glückwunschschreiben des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder an Wilhelm Greger. Der Jubilar feierte am Sonntag seinen 90. Geburtstag. Beim Gratulieren dankte ihm Bürgermeister Werner Nickl für seine unermüdliche Arbeit als Chronist in Kemnath: „Ich habe viele VHS-Kassetten von Ihnen“, erzählte er, „besondere Ereignisse wie Feste, Feiern, den Bau des Kemnather Krankenhauses oder den Anbau an den Milchhof haben Sie mit Ihrem Fotoapparat und der Filmkamera im Bild festgehalten.“ Auch die Chronik des Marktes Waldeck hat der unermüdliche Fotograf und Videofilmer mit seinen Bild- und Filmaufnahmen bereichert. Freudig stimmte er in das Geburtstagsständchen „Zum Geburtstag, lieber Willi, viel Glück“ ein, das die Familienmitglieder und die Geburtstagsgäste anstimmten.

Stadtpfarrer Konrad Amschl überbrachte dem Jubilar die Glück- und Segenswünsche der Pfarrei Kemnath und reichte ihm die Krankenkommunion. Von der Marianischen Männerkongregation (MMC) wünschte ihm Wilhelm Popp noch viele gesegnete Jahre.

Wilhelm Greger kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Geboren wurde er am 9. Dezember 1928 in Waldeck als Sohn der Eheleute Josef und Anna Greger. Seine Eltern hatten eine Landwirtschaft und eine Bäckerei. Nach dem Besuch der Volksschule im alten Schulhaus in Waldeck half er im elterlichen Anwesen mit. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er 1944 noch zur Wehrmacht eingezogen. „Wir waren das letzte Aufgebot“, erinnert sich der Jubilar. Am Kriegsende kam er in Lindau in französische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung lernte er von seinem Vater das Bäckerhandwerk und übernahm die elterliche Bäckerei. 1986 musste er aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Er zog nach Kemnath in das neu gebaute Haus in der Fichtelgebirgsstraße.

1957 lernte er seine Ehefrau Luise kennen. Ein Jahr später wurde das Paar von Pfarrer Sigmund Malzer in der Pfarrkirche Johannes Nepomuk in Waldeck getraut.

Aus der Ehe gingen die drei Töchter Veronika, Maria Rita (gestorben 2009) und Elisabeth hervor. Mittlerweile gehören sieben Enkel- und neun Urenkelkinder zur Familie Greger.

Wilhelm Greger war ein geselliger Mensch. In vielen Vereinen war er Mitglied. Seit seinem Sturz im Vorjahr muss er das Bett hüten. Von den Pflegekräften der AWO wird er bestens betreut.

 
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