20.03.2020 - 12:49 Uhr
KemnathOberpfalz

Beten, singen und meditieren

Zum Taizégebet trafen sich Gläubige in der Kemnather Stadtkirche.

Robert Baier, Birgit Stiegler und Judith Schliermann (vorne von links) begleiteten die Taizègesänge auf ihren Instrumenten.
von Josef ZaglmannProfil

Mit dem Blick auf den Leidensweg Jesu miteinander singen, beten, meditieren und Stille halten wollten die Gläubigen beim Passions-Taizégebet in der Stadtpfarrkirche Kemnath.

Mit dem "Misericordias Domini" ("Das Erbarmen des Herrn will ich ewig preisen") stimmten Robert Baier, Gitarre, Birgit Stiegler, Keyboard und Judith Schliermann, Geige auf die Stationen am Leidensweg Jesu ein. Sie begleiteten auch die Taizégesänge "Bleibet hier und wachet mit mir", "Nichts beunruhige dich, nichts ängstige dich. Wer Gott hat, dem fehlt nichts", "Wo Güte und Liebe herrscht, da ist Gott", "Gut ist es, dem Herrn zu vertrauen, auf ihn zu hoffen", "In deine Hände, Vater, lege ich meinen Geist" und "Das Erbarmen des Herrn will ich ewig preisen".

"In diesen schweren Zeiten wollen wir uns gegenseitig im Glauben bestärken und zueinander stehen", kündigte Stadtpfarrer Thomas Kraus an. Gemeindereferent Jochen Gößl, Regina Frank und einige Jugendliche trugen Texte zu den sieben Stationen vor: "Am Ölberg - Gebet - Verzweiflung - Vertrauen" (1. Station), "Vom Freund Petrus verraten " (2. Station), "Verurteilung, Peinigung, Annahme des Kreuzes" (3. Station), "Begegnungen am Kreuzweg mit Maria, Simon von Zyrene und Veronika" (4. Station), "Der schwere Weg: Fallen und Aufstehen - Bloßstellung" (5. Station), "Kreuzigung - Verzeihen im Angesicht des Todes" (6. Station) und "Es ist vollbracht - der Tod" (7. Station).

In den Phasen der meditativen Besinnung hatte jeder Gelegenheit zu einer ganz persönlichen Gewissenserforschung. "Nachdem wir den Leidensweg unseres Herrn Jesus Christus betrachtet, meditiert und gesungen haben, wollen wir ihm unsere Bitten vortragen", sagte der Geistliche. Nach dem gemeinsamen Vater-unser-Gebet erteilte Thomas Kraus allen seinen Segen. Er bedankte sich bei den Lektoren und allen Gläubigen, die gekommen waren, um die Stationen von der Verzweiflung Jesu im Garten von Getsemani ("Meine Seele ist zu Tode betrübt") bis zu seinem Tod am Kreuz ("Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun") mit Gebeten und Liedern meditativ zu betrachten.

Mit einem ruhigen Instrumentalstück endete das besinnliche Taizégebet.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.