05.09.2018 - 09:51 Uhr
KemnathOberpfalz

Bleibende Ferienerlebnisse

Die Verantwortlichen von Learning Campus ziehen Bilanz: 36 Betreuer haben sich in Kemnath heuer um die Kinder und Jugendlichen im Ferienprogramm gekümmert.

Als am letzten Tag (Freitag, 31. Juli) in Kemnath die Kinder weg sind, müssen Chef Stephan Müller, Standortleiterin Lisa Mardaus und Betreuerin Lisa Engelbrecht (von links) alle Materialien verladen und nach Trabitz transportieren. Lisa Engelbrecht war schon als Schülerin bei Learning Campus dabei.
von Josef ZaglmannProfil

Bereits zum 14. Mal ging heuer das Ferienprogramm Learning Campus über die Bühne. „Im ersten Jahr war es nur eine Siemens-Freizeit, dann hat mich Standortleiter Alfred Koch beauftragt, ein Konzept für ein erweitertes Ferienprogramm für die Region zu entwerfen“, erinnert sich Stephan Müller. So entstand die „Erlebnispädagogik aus erster Hand“.

Die pädagogische Zielsetzung ist die konsequente Umsetzung des handlungsorientierten Lernens. „Ortsunabhängig und basierend auf einem enormen Netzwerk an Erfahrung, Kompetenz und Logistik sorgen wir in all unseren Arbeitsfeldern für Erfahrungen, die prägen“, betont er.

Seit beinahe 20 Jahren ist Müller im Bereich des handlungsorientierten Lernens unterwegs. Seine vielseitige Ausbildung als Bäcker, Erzieher und Sozialpädagoge in Kombination mit jahrzehntelanger Erfahrung rund um Begleitung, Training und Organisation hat ihn zum anpackenden Unternehmer gemacht. Die Idee hinter Learning Campus trägt von Anfang an seine Handschrift. Innerhalb der Geschäftsführung verantwortet er aktuell die Ressorts Jugendhilfe, Erlebnispädagogik, Schulen, Einrichtungen, Projektarbeit und Konzeption.

95 Betreuer kümmerten sich in diesem Jahr um die Kinder und Jugendlichen, davon 36 in Kemnath. „Der logistische Aufwand wird jedes Jahr größer“, bedauert Stephan Müller, „allmählich kommen wir an unsere Grenzen.“ In den fünf Standorten Kemnath, Tirschenreuth, Eschenbach, Burg Hohenberg und Altenstadt/Waldnaab (heuer neu) machen heuer insgesamt 720 Kinder mit, die zusammen 841 Wochen belegten“, gibt Geschäftsführer Dr. Benjamin Zeitler bekannt. Sie kommen aus Bayreuth, Brand, Erbendorf, Fichtelberg, Immenreuth, Kastl, Kemnath, Kulmain, Neusorg, Neustadt am Kulm, Pegnitz, Speichersdorf und Weidenberg. Die Verpflegung übernahm auch in diesem Jahr wieder die Gastronomie Armin Schinner. Das Mittagessen nahmen die Kinder im Foyer ein.

Das vielfältige Angebot umfasste zwei Bausteine: die Ferienfreizeit („Zeit für dich, Zeit für uns“) und die Ferienakademie („Kreativität trifft Wissenschaft“). Sehr schnell ausgebucht waren die Camps mit Übernachtung auf Burg Hohenstein in der ersten, zweiten und dritten Ferienwoche (Mittelalter/Kanu) und das Camp „Let`s Hike“ mit zwei Übernachtungen auf der Burg und zwei Übernachtungen in der zweiten Ferienwoche.

Auf dem Schulgelände in Kemnath wurden die Kinder fünf Wochen lang betreut, an den anderen Orten jeweils nur vier. Standortleiterin in Kemnath war Lisa Mardaus. Sie zählt die Programmangebote in Kemnath auf: Einmal Ritter sein, Großer Bär trifft Adlerhäuptling (Leben wie die Indianer), Dance & Sing (Musik, Tanz und coole Beats), Jäger des verschollenen Schatzes, Hokus, Pokus, Sockenschuss (Verhext und verzaubert), Move you (Sportwoche von A – Z), Hoch uns nass (Biathlon einmal anders). Bei Girl Power waren die Kemnather Kinder in Eschenbach.

Die ausgebildete Erzieherin war sehr zufrieden: „Es gab keinerlei Probleme mit den Kindern und Eltern.“

„Das größte Problem war heuer die Hitze“, sagt sie weiter. Wegen der fast tropischen Temperaturen waren kurzfristige Programmänderungen notwendig. Besonders heiße Tage verbrachte man im Naturerlebnisbad Immenreuth. Tiere (zum Beispiel Alpakas) konnten bei der sengenden Hitze nicht verladen werden.

„Jetzt werden über 700 Fragebögen zur Beurteilung der Ferienfreizeit 2018 ausgewertet“, gibt Stephan Müller bekannt. Eltern und Kinder konnten bei neun Punkten Schulnoten verteilen.

„Wir haben nur eine kurze Verschnaufpause“, meint er, „in dieser Woche ist bereits das erste Planungstreffen für „Learning Campus 2019“".

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