13.04.2020 - 13:12 Uhr
KemnathOberpfalz

Bürgermeister im Kemnather Land bitten: Mundschutz tragen

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Das war auch im Kemnather Land so, wo am Donnerstag die Feuerwehren ausschwärmten, um wichtige Post zu den Bürgern zu bringen.

von Holger Stiegler (STG)Profil

Dabei handelte es sich um ein gemeinsames Schreiben der Rathauschefs Werner Nickl (Kemnath), Josef Etterer (Kastl) und Günter Kopp (Kulmain) sowie des amtierenden Bürgermeisters Josef Hecht (Immenreuth) auf der einen Seite. Auf der anderen Seite informierten die Hausärzte im Kemnather Land, Dr. Peter Deinlein, Dr. Florian Hage, Dr. Ralf Cronenberg, Dr. Stephanie von Mackensen, Dr. Roland Vogel, Uwe Preßler und Thorsten Kohlschmidt.

Die Bürgermeister betonen, dass auch im Kemnather Land eine "hohe Infektionsgefahr" mit dem Coronavirus bestehe. Diese Problematik werde alle auch in den nächsten Monaten noch beschäftigen. Sie appellierten dazu, nicht nur die gesetzlichen Mindestanforderungen wie Distanz zu den Mitmenschen und verbesserte Hygienemaßnahmen wie Händewaschen zu befolgen. "Wir sollten uns mit weitergehenden Maßnahmen vor gegenseitiger Ansteckung schützen", erklären die Rathauschefs. Aus diesem Grund rufen sie dringend dazu auf, zum Schutz der gefährdeten Mitmenschen immer einen Mundschutz in der Öffentlichkeit zu tragen.

Bereits ein einfacher Mundschutz könne die Ansteckungsgefahr deutlich reduzieren. Diese Masken könnten aus Textilien selbst hergestellt werden. Die Gemeindeoberhäupter bitten darum, den Kauf von FFP2- oder FFP3-Masken zu vermeiden, damit diese dem medizinischen Personal zur Verfügung stehen.

Die Hausärzte erneuern in ihrem Schreiben den Appell, die allgemeinärztlichen Praxen bei Beschwerden eines grippalen Infektes nicht ohne vorherige telefonische Anmeldung zu besuchen. "Bitte informieren Sie die Arzthelferinnen am Telefon bezüglich der Beschwerden umfassend", heißt es in dem Schreiben. Auch aufschiebbare Routineuntersuchungen sollten vorerst unterbleiben.

Eindringlich warnen die Mediziner zudem davor, Krankenhäuser wegen Bagatellerkrankungen wie zum Beispiel dem Entfernen einer Zecke aufzusuchen. Die Ärzte bitten die Bevölkerung auch um Geduld, was die Erreichbarkeit der Praxen betrifft: "Die telefonische Erreichbarkeit ist teilweise durch das hohe Telefonaufkommen mit ärztlichen Beratungen überfrequentiert."

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