Kemnath
13.04.2020 - 11:49 Uhr

Druckanleitung aus Immenreuth: Für die Gesichter ein Schild

"Face-Shields" für Ärzte und das Pflegepersonal haben in der aktuellen Zeit eine große Bedeutung - jedoch gibt es noch viel zu wenig davon. "Wir brauchen sie in der Nordoberpfalz ganz dringend", betont der Kemnather Dr. Peter Deinlein.

Monika Kainz aus Immenreuth demonstriert, wie das "Face-Shield" aussieht. Bild: stg
Monika Kainz aus Immenreuth demonstriert, wie das "Face-Shield" aussieht.

Darauf aufmerksam gemacht hatte der Versorgungsarzt im Landkreis Tirschenreuth auch im NT-Interview in der Samstagsausgabe. Mittlerweile läuft die Sache sehr gut an: Über die sozialen Medien startete ein Aufruf an alle, die einen 3-D-Drucker besitzen, um Maskenhalterungen zu fertigen.

Die Fäden laufen bei Familie Kainz in Immenreuth zusammen. Wer aktiv mithelfen möchte, sollte sich bei Gerhard Kainz unter kainzg[at]web[dot]de melden. Von ihm gibt es dann die Druckdatei, um die Maskenhalterung herzustellen. "Das ist schon ein ziemlich aufwendiges Projekt, aber absolut wichtig", erklärt Kainz. Die fertigen Maskenhalterungen könnten dann im Immenreuther oder Kemnather Rathaus abgegeben werden beziehungsweise dort hingeschickt werden, ergänzt seine Ehefrau Monika.

Erfreuliches kann mittlerweile auch Dr. Peter Deinlein berichten: Bereits kurz nach dem Aufruf habe er eine Lieferung von 200 Klarsichtvisieren über die Freiwilligen-Initiative "Maker va. Virus" aus Erlangen bekommen. "Das ist gelebte Solidarität. Im ehrenamtlichen und privaten Bereich klappt die landkreis- und bezirksübergreifende Kooperation schon sehr gut", berichtet Deinlein.

 
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