Gut gefüllt war das Foyer der Mehrzweckhalle, als erster Vorsitzender Thomas Götz die anwesenden Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung des Kreisfischervereins (KFV) willkommen hieß. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er an 12 Vorstandschaftssitzungen, der Teilnahme am Neujahrsempfang der Stadt, einer Datenschutzschulung sowie an den Oberpfälzer Fischereitag in Grafenwöhr.
Weiter Sorgen bereitet die Grünalgenplage im Wilhelm-Markgraf-See. Mit der Aquamotec-Regenerationsanlage konnte der Sauerstoffgehalt des Gewässers leicht verbessert werden. Ende Juni begann trotzdem ein Fischsterben im großen Wilhelm-Markgraf-See. Betroffen waren vor allem Zander und Hecht. Während der Sommermonate verzeichnete man sehr kritische Wasserqualität in allen Gewässern. Der Flötzbach bei Immenreuth trocknete aus. Forellen, Krebse und Nährtiere verendeten.
Die Kontrollen durch die Fischereiaufseher wurden gemindert, da ausschließlich Mitglieder an den vereinseigenen Gewässern angeln. Nach einer Bibermeldung am Herrenweher stellte der Verein im Rahmen der vorliegenden Fangerlaubnis eine Falle auf. Nach zwei Tagen konnte der Biber an den Biberbeauftragten übergeben werden. Erneut wurde die Fischerhütte am Wilhelm-Margraf-See Opfer von Vandalen. Bei einem Einbruchsversuch wurden die Schlösser beschädigt.
Dem Verein gehören aktuell 311 Mitglieder an. Davon sind 278 Erwachsene und 33 Jugendliche bei rund 100 aktiven Anglern. Der Verein wuchs 2018 um 5 neue Mitglieder. Das arbeitsreiche Vereinsjahr startete mit einem der insgesamt sechs Arbeitseinsätze zur Gewässerpflege. Es wurden Bäume und Sträucher entfernt und gehäckselt, Feste vorbereitet. Bei zwei Großeinsätzen wurden Dach und Dachrinne an der Fischerhütte repariert und erneuert. Götz' Dank galt der Gruppe "Rüstige Rentner" unter Führung von Robert Spies und Kurt Schmidt, die bei vielen Arbeiten ihr Wissen rund um die Fischgewässer und Anlagen mit einbrachten. Das Eisfischen musste mangels tragfähiger Eisdecke ausfallen. Am vierten Vereinspreisschafkopf in der Gaststätte Schinner nahmen 24 Mitglieder teil.
Am 6. Mai war das traditionelle Königsfischen mit 43 Teilnehmer, davon 9 Jugendliche. Insgesamt fingen die Vereinsmitglieder 138 Kilogramm Fisch, der für das Speisenangebot des Fischerfestes verarbeitet wurde. Vier Mitglieder nahmen am dreitägigen Lehrgang für Gewässerwarte des Oberpfälzer Fischereiverbandes teil.Der Besuch des Fischerfestes mit 135-jährigen Jubiläum im Juli am Eisweiher war gut. Am Samstag karteten 64 Teilnehmer beim Preisschafkopf. Am Sonntag gab's reichlich Fischspezialitäten, die bei herrlichem Wetter bald ausverkauft waren. Im Sommer besuchten Vereinsabordnungen die Fischerfeste der Nachbarvereine Neusorg, Ebnath, Immenreuth und örtliche Veranstaltungen.
Im Rahmen des städtischen Ferienprogramms waren 15 Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren zum Schnupperangeln angemeldet. In den Herbstferien waren vier Jugendliche des Vereins beim Vorbereitungslehrgang zur Staatlichen Fischerprüfung des Fischereizentrums Oberfranken (FZO) im Wirtshaus Schinner dabei. Die Prüfung bestanden alle. Der praktische Lehrgangsteil wurde vom Verein mit begleitet. Im Spätherbst erfolgte der Fischbesatz mit 2 650 Kilogramm Fried- und 375 Kilogramm Raubfischen in den vereinseigenen und gepachteten Gewässern.
Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Thomas Götz, Stellvertreter Jörg Würstl (für Werner Fuchs) und Robert Spies, Kassier Kurt Schmidt, Schriftführer Klaus Klenk, Kassenrevisoren Günter Fenzl, Reinhold Sieber. Als Gewässerwarte fungieren Matthias Völkl und Tim Fuchs, als Jugendwart Carsten Landgraf.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.