03.03.2021 - 15:45 Uhr
KemnathOberpfalz

Geflügelpest erreicht Landkreis Tirschenreuth

Nun ist es amtlich: Im Landkreis Tirschenreuth wurde die Vogelgrippe festgestellt. Von der hochansteckenden Krankheit betroffen sind zwei Wildtiere, die im Gemeindegebiet Kastl tot aufgefunden wurden.

In der Nähe von Birkhof wurde bei verendeten Wildvögeln die Geflügelpest festgestellt.
von Externer BeitragProfil

Die Geflügelpest, die seit November 2020 vereinzelt in Bayern auftritt, ist nun im Landkreis Tirschenreuth angekommen. Die ersten beiden Fälle sind nun amtlich bestätigt. Bei zwei verendeten Wildvögeln wurde in der Nähe des Kastler Ortsteils Birkhof an der Haidenaab das Geflügelpest-Virus vom Typ H5N8 nachgewiesen, wie das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte. Es handelte sich um einen Schwan und einen Silberreiher.

Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung, insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel, ordnete das Landratsamt Tirschenreuth in einem Streifen von 500 Metern beidseits der Haidenaab Schutzmaßnahmen an. Als Risikogebiete festgelegt wurden folgende Ortsteile und Ortschaften: Troglau, Birkhof, Unterbruck, Kastl, Mühlhof, Wolframshof, Senkendorf, Kaibitz, Lindenhof, Löschwitz, Reisach, Gmündmühle, Höflas und Schlackenhof. Dort dürfen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse nur in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist, gehalten werden.

Nähere Einzelheiten sind der Allgemeinverfügung auf der Homepage des Landratsamtes (www.kreis-tir.de) zu entnehmen. Der Landkreis Neustadt/WN erlässt eine eigene Verfügung, die sich auf den Bereich flussabwärts der Haidenaab bezieht. Weiter flussaufwärts gilt bereits die Stallpflicht im ganzen Landkreis Bayreuth, wo die Vogelgrippe bereits festgestellt wurde. Die Betriebe sind verpflichtet, die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten, betont das Landratsamt.

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte vermieden, tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Werden mehrere Vögel an einem Ort tot aufgefunden, wird um eine entsprechende Information des Veterinäramtes gebeten.

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sowie ein Merkblatt für Geflügelhalter und eine Übersicht der aktuell betroffenen Gebiete in Bayern sind auf der Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de) unter dem Stichwort Geflügelpest verfügbar.

Das steckt hinter der Geflügelpest

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In der Nähe von Birkhof wurde bei verendeten Wildvögeln die Geflügelpest festgestellt.

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