Kemnath
11.03.2020 - 14:25 Uhr

Gott verzeiht uns

Im Weggottesdienst der Kemnather Drittklässler liest Gemeindereferent Jochen Gößl eine Geschichte vor.

"So wie Jesus am Karfreitag seinem Apostel Petrus verziehen hat, so verzeiht er auch uns, wenn wir ihn um Verzeihung bitten“, erklärte Gemeindereferent Jochen Gößl den Kindern beim Weggottesdienst. Bild: jzk
"So wie Jesus am Karfreitag seinem Apostel Petrus verziehen hat, so verzeiht er auch uns, wenn wir ihn um Verzeihung bitten“, erklärte Gemeindereferent Jochen Gößl den Kindern beim Weggottesdienst.

"Jesus schenkt Frieden und wir verzeihen einander" lautete das Thema des Weggottesdienstes der Drittklässler, die am 19. April ihre Erstkommunion feiern dürfen. "Wir bringen in die Kirche mit, was uns heute beschäftigt hat", sagte Gemeindereferent Jochen Gößl beim einleitenden Gebet, "das Schöne, das wir heute erlebt haben, aber auch, was heute schlecht war." Gott verzeihe uns, wenn wir unsere Probleme zu ihm bringen.

"Kann man einfach zur Kommunion gehen?", hieß die Geschichte, die Gößl zur Katechese vorlas. Diese Streitgeschichte handelte von den Zwillingen Martina und Jakob. Die hatten einen heftigen Streit. Am nächsten Tag gingen sie mit ihren Eltern zum Sonntagsgottesdienst. Auf dem Weg zur Kirche bekamen sie ein schlechtes Gewissen.

"Dürfen sie zur Kommunion gehen oder nicht?" Die Antwort gab das Evangelium, das Gößl vorlas: "Wenn du eine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass jemand etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe vor dem Altar liegen. Geh und versöhne dich zuerst mit ihm, dann komm und opfere deine Gabe."

Bei der Katechese zitierte Jochen Gößl Jesus mit den Worten: "Wenn du mit jemandem Streit hast, dann schließe zuerst Frieden mit ihm, bevor du zum Altar kommst." Jesus redet nicht nur von Versöhnung, sondern er macht es uns auch vor. "Diesen Frieden, den Jesus seinen Jüngern geschenkt hat, möchten auch wir uns heute schenken", schlug der Gemeindereferent vor. Als Zeichen des Friedens zündete jeder die Kerze des Nachbarn an und sagte: "Der Friede sei mit dir."

"Es gibt keine Kommunion ohne Frieden", betonte Gößl. In der Stille sollten die Buben und Mädchen nachdenken, ob es einen Menschen gibt, mit dem sie noch Frieden schließen sollten.

"Lieber Gott, du verzeihst mir, wenn ich dich um Verzeihung bitte", betete Stadtpfarrer Thomas Kraus, "ich möchte mit meinen Eltern, meinen Geschwistern und Freunden in Frieden leben. Hilf mir, mich nach Streit und Ärger immer wieder mit ihnen zu versöhnen. Schenke mir Mut, um Verzeihung zu bitten, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Schenke mir die Bereitschaft, den anderen zu verzeihen, wenn sie etwas falsch gemacht haben."

"Den tiefen Frieden vom Sohne des Friedens, den wünsche ich dir", waren die Worte beim Segen mit dem Kreuzzeichen. Katharina Lippert begleitete die Lieder "Jesus, unsere Mitte", "Jesus, wir heißen dich willkommen" und das "Segenslied" ("Der Vater im Himmel segne dich") auf dem E-Piano.

Katharina Lippert spielte die Lieder, die sie mit dem Kinderchor bei der Feier der Erstkommunion singen wird. Bild: jzk
Katharina Lippert spielte die Lieder, die sie mit dem Kinderchor bei der Feier der Erstkommunion singen wird.
 
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