09.10.2019 - 10:01 Uhr
KemnathOberpfalz

Graffitis in Kemnath: „Üble Schmierer am Werk“

Bürgermeister Werner Nickl ist der Zorn auch am Montag noch anzumerken: In der Sitzung des Kemnather Stadtrates (Kreis Tirschenreuth) ging er auf die Graffiti ein, die in den Tagen zuvor an verschiedenen Orten entdeckt worden waren.

Eines der Graffitis prangte auch am Basketballkorb auf dem Pausenhof des Schulzentrums.
von Holger Stiegler (STG)Profil

"Da waren ganz üble Schmierer am Werk", schimpfte Werner Nickl. Insgesamt seien in Kemnath 20 bis 25 Örtlichkeiten davon betroffen. Neben den Verunstaltungen an der Schule (wir berichteten) verwies der Bürgermeister beispielsweise auf den "Wetterkarpfen" am Phantastischen Karpfenweg. "Den kann man nun wohl vergessen", umschrieb der Rathauschef dem Stadtrat das Ausmaß der Schmierereien.

Er kritisierte den "Vandalismus und die reine Zerstörungswut", mit denen hier Leute unterwegs gewesen seien. "Und das wohl nur, um auch einmal in der Zeitung zu stehen", bedauerte der Bürgermeister. Er betonte, dass die Stadt eine Belohnung für sachdienliche Hinweise auf die Verursacher aussetzen werde. Und für die könnte es dann ziemlich ungemütlich werden, denn Nickl machte deutlich: "Für die haben wir dann schon eine Arbeit!"

Das geplante Baugebiet "Lohäcker" in Kemnath wird konkreter: Das Gremium billigte einstimmig den Bebauungsplanentwurf und beschloss diesen als Satzung. Auch der Flächennutzungsplan soll entsprechend angepasst werden.

Eine kurze Personaldiskussion entspannte sich an der Bestellung eines weiteren Verbandsrates für den Schulverband Mittelschule Kemnath. Diesen gab es bereits von 2014 bis 2017, aufgrund der Schülerzahlen musste er allerdings abberufen werden. Eine aktuelle Veränderung der Schülerzahlen machte eine erneute Bestellung nötig: Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, an der Regelung der Jahre 2014 bis 2017 festzuhalten und als Verbandsrat Elmar Bayer (CSU) sowie als dessen Stellvertreterin dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer (Grüne) zu bestellen. Stefan Zaus (Grüne) schlug vor, Schelzke-Deubzer als Lehrerin und mit der Materie bestens vertraute Stadträtin zur Verbandsrätin zu bestimmen und Bayer als deren Stellvertreter. CSU-Sprecher Josef Krauß betonte, dass sich Bayer bewährt habe und es keinen Grund gebe, die Regelung zu ändern.

Die folgende Abstimmung über den Personalvorschlag der Verwaltung ging entlang der Fraktionsblöcke: CSU/CLU und SPD votierten für den Vorschlag, Grüne und FW/FWG sprachen sich dagegen aus. Somit wurde Bayer mehrheitlich zum Verbandsrat bestimmt, Schelzke-Deubzer ist seine Stellvertreterin.

Lesen Sie hier den Artikel "Zwei Dutzend Graffitis in Kemnath: 'Sauerei' im großen Stil" auf onetz.de

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