27.02.2020 - 11:33 Uhr
KemnathOberpfalz

Gute Gedanken denken

In Kemnath legt Pfarrer Thomas Kraus den Buben und Mädchen im Kindergottesdienst das Aschekreuz auf.

„Bedenke, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“, sagten Pfarrer Thomas Kraus und Gemeindereferent Jochen Gößl, als sie das Aschenkreuz auf die Stirn der Kinder zeichneten.
von Josef ZaglmannProfil

"Ist am Aschermittwoch wirklich alles vorbei?", fragte Stadtpfarrer Thomas Kraus in der Fastenandacht der Kinder in der Stadtpfarrkirche. Zuvor hatte er in einer Schale mit Asche Luftschlangen verbrannt. Als das Feuer heruntergebrannt war, begann er die Andacht mit dem Kreuzzeichen.

"Am Aschermittwoch beginnt etwas Neues", betonte der Geistliche, "wir richten unser Leben wieder neu aus und bringen Gott neu ins Spiel." Die Asche wolle uns neu bewusstmachen, dass alles Leben vergänglich ist. Jeder von uns werde einmal sterben. Der Tod gehöre zu unserem Leben dazu. "Das verdrängen wir doch eigentlich ganz gerne", meinte Pfarrer Kraus. "Wer seinen Tod und die Auferstehung am jüngsten Tag als Perspektive einkalkuliert, der gewinnt Kraft, Sicherheit und klare Gedanken."

"Heute wollen wir uns einüben in die Gedanken an unseren eigenen Tod und unsere eigene Auferstehung", verkündete der Geistliche. "Herr Jesus Christus, zeige uns den Sinn des Fastens, zeige uns, was wichtig ist und zeige uns unseren Weg zu einem erfüllten Leben", lauteten drei Christusrufe, die Kinder vortrugen.

"Guter Gott, auf unsere Stirn schreiben wir heute ein Aschenkreuz", der Geistliche, "schenke uns Gedanken, die uns weiterbringen." Die Asche solle für uns ein Zeichen des Neuanfangs sein. Dieses Zeichen wolle uns einladen, in den kommenden Wochen manches in unserem Leben anders anzupacken.

"Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider und kehrt um zum Herrn, eurem Gott", hieß es in dem Text, den Gemeindereferent Jochen Gößl vorlas. Das Evangelium wurde in leichter Sprache von einem Erzähler und drei Kindern dargestellt. Nachdem Stadtpfarrer Thomas Kraus die Asche gesegnet hatte, lud er alle ein, nach vorne zu kommen und von ihm oder von Jochen Gößl das Aschenkreuz zu empfangen.

"Für alle, die Verantwortung tragen für andere, dass sie ihrer Aufgabe gerecht werden und dem Wohl der anderen dienen", lautete eine Fürbitte. Zum gemeinsamen Vaterunser stellten sich die Kinder um den Volksaltar auf. "Der gute Gott segne uns und begleite uns durch die Fastenzeit auf dem Weg zum Osterfest", betete Pfarrer Kraus, "er schenke uns gute Gedanken, die unser Leben frei machen."

Josef Zaglmann begleitete die Lieder "Meine engen Grenzen", "Gottes Wort ist wie Licht" und "Herr, wir bitten, komm und segne uns" auf der Kirchenorgel. Um 19 Uhr war ein Gottesdienst mit Aschenauflegung für die Erwachsenen.

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