16.08.2018 - 14:07 Uhr
KemnathOberpfalz

"Guter Hirte" wacht im Museum

Zu den Exponaten in der Fronvesten gesellen sich zwei besondere Werke: Christiane von Sobbe übergibt Bilder von Christa von der Schulenburg

Museumsleiter Anton Heindl (links) dankte Christiane von Sobbe für die beiden Bilder, die im Kemnather Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum einen Ehrenplatz erhalten.
von Josef ZaglmannProfil

(jzk) Zwei Bilder aus dem künstlerischen Schaffen von Christa Wernfriedis Gräfin von der Schulenburg übergab ihre Groß-Cousine Christiane von Sobbe an Museumsleiter Anton Heindl. Es handelte sich dabei um das Ölgemälde "Der gute Hirte" und die Zeichnung "Armesberg" (Kohle auf Papier). Mit dabei war auch Frau Guth, die Tochter von Max von Lindenfels.

Die Gräfin von der Schulenburg erblickte am 29. Dezember 1906 in Prag das Licht der Welt. Sie wuchs in Berlin auf. Bereits in ihrer Jugend zeigte sich ihre außerordentliche Begabung, Eindrücke in sich aufzunehmen und sie in Zeichnungen und Bildern wiederzugeben. Nach dem Kunststudium bei Professor A. Mayer in Berlin (1930 bis 1933) war sie Pressezeichnerin bei der Berliner Zeitung. Mode und Theater waren die Hauptthemen der jungen Künstlerin, die eigentlich Portraitmalerin werden wollte.

Ihre Liebe zu Tieren, vor allem Hunde und Pferde, wurde in ihren Zeichnungen sichtbar. Die Jahre 1935 und 1936 verbrachte sie bei ihrem Vater Werner Graf von der Schulenburg in Russland, als dieser deutscher Botschafter in Moskau war. 1941 zog sie nach Partenkirchen um. Im gleichen Jahr heiratete sie in Berlin Max Wolf Freiherr von Lindenfels. Seitdem lebte sie in Wolframshof bei Kastl. Am 17. November 1939 starb sie in Kemnath.

Christa von der Schulenburg war eine realistisch denkende, wortgewandte und bescheidene Frau. Sie war bei der Kemnather Bevölkerung beliebt und geachtet. Ihre Werke konnten bei mehreren Ausstellung bewundern werden: 1966 in Bayreuth, 1983 bis 1987 in Kemnath, 1995 Gedenkausstellung in Kemnath und 2012 Gedenkausstellung in Kastl bei Kemnath. "Zirkus - eine Fantasiereise" ist bis 31. August das Motto einer Schau in der Bayreuther Baensch-Galerie.

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