10.11.2020 - 15:08 Uhr
KemnathOberpfalz

Kindergartenkinder in Erbendorf nehmen Martinslieder für Senioren auf

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Ein Umzug mit bunten Laternen, dazu Martinslieder und -hörnchen. All das kann in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Die Kindergärten im Landkreis Tirschenreuth haben sich dennoch etwas einfallen lassen.

Martinszüge über den Kemnather Stadtplatz sind in diesem Jahr leider nicht möglich.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Traditionell wird am 11. November der Martinstag gefeiert. Zwar entfallen die großen Umzüge in diesem Jahr komplett. Doch in den Kindergärten wird unter anderem mit Rollenspielen und Mitmachaktionen an den heiligen Martin gedacht. Weil der Besuch im Seniorenheim ausfallen muss, nahm ein Kindergarten die Martinslieder auf.

Kindertagesstätte Li-La-Löhle, Kemnath

"Ein Umzug kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden", sagt Angelika Lober. Stattdessen feiern die Kindergarten- und Krippenkinder den heiligen Martin in ihrer jeweiligen Gruppe. Das wird so gemacht, weil sich die einzelnen Gruppen nicht vermischen dürfen. Wie die Leiterin der Kindertagesstätte erzählt, wird jede Gruppe die eingeübten Lieder singen. Vielleicht ist auch ein kleiner Spaziergang mit Laterne durch Kemnath möglich – allerdings bei Tageslicht. "Die Laternen werden nur leuchten, wenn wir die Rollos herunterlassen", sagt Lober. Die im letzten Jahr eingeführte Aktion "Teilen wie Sankt Martin" wird trotzdem stattfinden. Die Kindergartenkinder packen für das SOS-Kinderdorf in Immenreuth kleine Päckchen. Diese werden mit Gegenständen befüllt, die die Kinder von sich aus teilen möchten. "So ahmen die Kinder den heiligen Martin nach", erzählt Lober.

Kindergarten St. Elisabeth, Erbendorf

"Wir feiern den Martinstag nur mit den Kindern in der jeweiligen Gruppe", berichtet Erzieherin Tanja Heinl. Dafür wurden in den vergangenen Wochen viele bunte Laternen gebastelt. Die Kinder treffen sich am Abend in ihrer Gruppe, hören die Martinsgeschichte und singen die bekannten Martinslieder. Kinderpunsch und Martinshörnchen dürfen natürlich nicht fehlen. "Der Ablauf der Feier ist so mit dem Gesundheitsamt abgesprochen", sagt die Erzieherin. Traditionell besuchen die Kinder mit ihren Laternen die Seniorenheime der Stadt. Da das in diesem Jahr nicht möglich ist, wurden die Martinslieder aufgenommen. "Die Audiodateien bekommen die Seniorenheime auf einem USB-Stick", sagt Heinl.

Es ist alles anders, wir versuchen aber das Beste daraus zu machen.

Susi Fellner, Leiterin Kinderhaus Mitterteich

Kinderhaus Pechbrunn-Groschlattengrün

"Bei uns spielt der heilige Martin während der ganzen Woche eine Rolle", sagt Sabine Doß. Die Geschichte wird mit sogenannten "Kamishibai-Karten" erzählt. Jeden Tag werden die bedruckten Platten im Schaukasten ausgetauscht und bringen so Tag für Tag die Martinslegende nahe. "Natürlich wird die Geschichte auch vorgelesen und es gibt ein Rollenspiel." Am Martinstag gibt es zur gemeinsamen Brotzeit ein Martinshörnchen. Bereits am Freitag haben die Kinder ihre gebastelten Laternen mit nach Hause bekommen. "Wir machen bei der Aktion ,Laternen Fenster‘ mit. Im Internet wurde zum Mitmachen aufgerufen. Jeder soll seine Laterne ins Fenster stellen. Das ist besonders für die Kinder toll, wenn sie beim Spazierengehen andere Laternen in den Fenstern erkennen können", erzählt Doß. Die Eltern fanden die Idee ebenfalls gut, und so sind bereits seit ein paar Tagen leuchtende Laternen in vielen Fenstern von Pechbrunn und Groschlattengrün zu erkennen.

Kita Regenbogen, Beidl

"Wir halten am Mittwoch unsere Martinsfeier", sagt Tanja Ruckdäschel, Leiterin der Kindertagesstätte Regenbogen. Einen kurzen Laternenumzug wird jede Gruppe für sich durch den Garten der Tagesstätte unternehmen. Das Besondere: "In jeder Laterne steckt eine richtige Kerze", verrät Ruckdäschel stolz. Bei der gemeinsamen Brotzeit erhält jedes Kind ein Martinshörnchen, das es dann zu Hause mit der Familie teilen kann. Mit nach Hause dürfen die Kinder auch eine "Martinstüte" mit der Martinslegende und einem Ausmalbild nehmen. Da der große Umzug nicht stattfinden kann, bekommen alle Kinder eine Hausaufgabe. "Am Abend sollen die Kinder mit der Laterne und ihren Eltern spazieren gehen und davon ein Foto machen", so Ruckdäschel. Das Foto kommt dann in die persönliche Mappe.

Kinderhaus Mitterteich

Im Kinderhaus Mitterteich werden die Kinder mit ihren Laternen durch den Garten und die Kellerräume ziehen. "Jede Gruppe macht das am Mittwoch und Donnerstag für sich", erklärt Leiterin Susi Fellner. In den abgedunkelten Räumen wird das Leuchten der Laterne dann sichtbar. Nach dem Umzug geht es zurück ins Gruppenzimmer, wo die Legende des Heiligen mit einem Schatten- oder Rollenspiel vorgetragen wird. Anschließend werden Martinslieder gesungen. Die Martinshörnchen bekommen die Kinder mit nach Hause und dürfen sie dort mit ihren Familien teilen. "Es ist alles anders, wir versuchen aber das Beste draus zu machen", sagt Fellner.

Überall in der Region wind die Kindergärten kreativ bei der Feier des Martinstags

Amberg

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