16.08.2019 - 11:52 Uhr
KemnathOberpfalz

Kräuter mit heilsamer Wirkung

Einem guten Zweck diente die Verkaufsaktion des Katholischen Frauenbundes Kemnath an Mariä Himmelfahrt.

Einem guten Zweck diente die Verkaufsaktion des Katholischen Frauenbundes Kemnath an Mariä Himmelfahrt.
von Josef ZaglmannProfil

An Mariä Himmelfahrt werden bei den Gottesdiensten Kräuter geweiht. Der Volksglaube schreibt den Kräutern eine heilsame Wirkung zu. 16 verschiedene Artikel boten Mitglieder des Kemnather Frauenbundes in diesem Jahr vor und nach der Vorabendmesse und den beiden Gottesdiensten am Festtag zum Kauf an. Dazu gehörten Duftsträuße, Getreideschlaufen, Getreideherzen mit Spruchherz oder Bild, Getreideräder, Getreidesträuße mit Lavendel, Haferkränze, Kränze, Kräuterbuschen, Lavendel-Hafer-Kränze, Lavendelsäckchen, Lavendelstäbe, Türgestecke, Weihwasserflaschen, Weingläser und der traditionellen Haussegen. Das ist ein rundes Döschen aus Holz, das Brot, Salz, eine Medaille und einen Glückscent enthält. Seit Wochen haben die fleißigen Frauen im Pfarrheim gebastelt, um an diesem hohen Marienfeiertag wieder besondere Kreationen anzubieten zu können. Der Verkaufserlös war für einen guten Zweck bestimmt. Manche Gottesdienstbesucher brachten auch selbst gefertigte Kräuterbuschen in die Kirche mit. Die Gläubigen nahmen die geweihten Gegenstände mit nach Hause und bewahren sie das ganze Jahr hindurch an einem würdigen Platz in ihrer Wohnung auf. Er soll die Familie vor Unglücksfällen schützen. Vor dem Volksaltar hatte der Frauenbund auch in diesem Jahr wieder eine farbenprächtige Kräuterpyramide aufgestellt. Sie harmonierte sehr gut mit dem Kirchenschmuck von Elfriede Klante. Beim Festgottesdienst um 8.30 Uhr führte Chorleiter Josef Zaglmann mit dem Kirchenchor die „Ettaler Liebfrauenmesse“ von A. Pichler auf. Der Kammerchor brachte das Marienlied „Regina coeli, laetare, halleluja“ zu Gehör. Christina Daschner sang das „Ave Maria“ von Bach-Gounod. „Lieber Gott, segne diese Kräuter und schenke uns durch sie Gesundheit und Freude“, betete Stadtpfarrer Konrad Amschl bei der Kräuterweihe vor dem Schlusssegen. Für ihn war es das letzte Marienfest, das er in seinen fast 18 Jahren als Seelsorger in der Pfarrei Kemnath feierte. Ende August, zieht er um nach Bärnau. Ab 1. September wird er die Pfarreiengemeinschaft Bärnau-Hohenthan-Schwarzenbach seelsorgerisch betreuen. Der neue Pfarrer Thomas Kraus zelebriert am Donnerstag, 29. August, um 9 Uhr seinen ersten Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Kemnath.

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