15.01.2020 - 15:27 Uhr
KemnathOberpfalz

Kreisfischereiverein im Aufwind

Viele Fangwünsche erfüllten sich wieder an den ausgezeichnet und artenreich besetzten Fischgründen der Freizeitangler. Der Fischbesatz hatte erneut massiv mit dem Klimawandel und der Verknappung des Lebenselixiers Wasser zu kämpfen.

Vorsitzender Thomas Götz (stehend) berichtete den Petrijüngern auch von Problemen mit der Wasserqualität in den Gewässern des Kreisfischereivereins.
von Arnold KochProfil

Die Mitglieder des Kreisfischereivereins (KFV) hörten aber nicht nur negative Nachrichten zum Thema Algen, Wasserknappheit und -qualität in den Vereinsgewässern. Zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zur Fantasie" gehörte auch eine stolze Leistungsbilanz bei den Aktivitäten.

Die Wasserqualität der Gewässer war laut Vorsitzendem Thomas Götz in allen Seen leicht kritisch. Vor allem der Flötzbach bei Immenreuth war erneut ausgetrocknet. Forellen, Krebse und Nährtiere verendeten. Der Verein hat sich deshalb entschieden, die Pacht nicht mehr zu verlängern. Im Wilhelm-Markgrafsee konnten mittels der eigenen Aquamotec-Regenerationsanlage der Sauerstoffgehalt des Gewässers verbessert und der Algenbestand verringert werden. Hauptgrund dafür war vor allem der Rückgang des Bodenschlamms um etwa die Hälfte. Das noch vorhandene Material wandelt sich langsam in organischen Schlamm um.

Im Spätherbst erfolgte der Fischbesatz. In den Herbstferien fand ein Vorbereitungslehrgang des Fischereizentrums Oberfranken für die Fischereiprüfung im Gasthaus Schinner statt. Daran nahmen auch junge Mitglieder teil. Für die Mithilfe beim praktischen Teil erhielt der KFV einen 200-Euro-Gutschein.

9 neue Jugendliche

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder und dem Protokoll von Schriftführer Klaus Klenk sprach Götz von aktuell 316 Mitgliedern (274 Erwachsene und 42 Jugendliche). Davon sind rund 115 aktive Angler. Der KFV wuchs 2019 um 9 Jugendliche, insgesamt um 5 neue Mitglieder.

Götz berichtete von zwölf Vorstandssitzungen, Teilnahme am Neujahrsempfang der Stadt und zwei Infoveranstaltungen zum Thema Steuerrecht. Man war bei der Besprechung des Oberpfälzer Fischereiverbandes zum Thema "Weitere Nutzung der Dießfurter Seen" samt Kontrollen dabei. Die Jugend hat von der Sparkasse eine 500-Euro-Spende erhalten.

Bei sechs Arbeitseinsätzen zur Gewässerpflege liefen insgesamt 1000 Arbeitsstunden auf. Am Wilhelm-Markgraf-See haben die Helfer Bäume und Sträucher entfernt und gehäckselt, um die Wasserqualität durch weniger Laubeintrag zu verbessern. Götz' Dank galt den "Rüstigen Rentnern" unter Führung von Robert Spies und Kurt Schmidt, die ihr Wissen und ihre Leistung rund um die Fischgewässer und Anlagen mit eingebracht haben. Weitere Helfer sind willkommen.

Beim Eisfischen am Herrenweiher im Januar haben 35 Teilnehmer, davon 12 Jugendliche, 34 Hechte und 2 Zander gefangen. Am 5. Vereinspreisschafkopf in der "Fantasie" im Februar nahmen 24 Mitglieder teil. Im April beseitigte der Verein mit Kosten von 1200 Euro die Biberschäden am Herrenweiher. Ein Zuschuss wird erwartet. Am 5. Mai folgte das Königsfischen mit 37 Teilnehmern, davon 10 Jugendliche. Zum Fischerkönig bei den Erwachsenen krönte sich Markus Kratzer, bei den Jugendlichen Jakob Prieschenk. 108 Kilogramm Fisch konnten für das Speisenangebot des Fischerfestes verarbeitet werden.

Am 6. Juli nahm der Verein mit einem Zielwerfen und Fischrätsel am Familienjugendtag des Landkreises an der Seeleite teil. Den Besuch des Fischerfestes im Juli am Eisweiher bewertete Götz als gut, die Fischspezialitäten seien ausverkauft gewesen. Er dankte dem Organisationsteam und den vielen Helfern, für die es ein Helferfest gab. Im Sommer besuchten Abordnungen die Fischerfeste der Nachbarvereine und örtliche Veranstaltungen. Beim städtischen Ferienprogramm hat die Jugendgruppe ein gut besuchtes Schnupperangeln angeboten.

Stadtweiher entlanden

Bürgermeister Werner Nickl zollte dem Vereins Respekt für die Jugendarbeit und das große Engagement bei der Gewässerpflege sowie Fischhege. Das Gemeindeoberhaupt dankte für das Mitwirken am Familientag und die Teilnahme am Ferienprogramm. Für das Frühjahr kündigte er das Ablassen und Entlanden des Stadtweihers im Zulaufbereich an, der letztmals 2008 geräumt wurde. Insbesondere im Einlaufbereich des Mittel- und Spitalbaches sei viel Geschiebematerial angeschwemmt worden. Geplant sei auch, das Wehr besser abzudichten. Dafür habe die Stadt Geld in den Haushalt eingestellt.

Termine:

Eisangeln geplant

Geplant ist, im Bereich der neu gepachteten Zinster Weiher ein Hecht- oder Eisangeln in den nächsten 14 Tagen anzubieten. Am 15. Februar findet der interne Preisschafkopf, am 3. Mai das Königsfischen und am 19. Juli das Fischerfest am Eisweiher statt. In den Herbstferien ist ein Vorbereitungslehrgang für die Fischereiprüfung vorgesehen.

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