30.06.2020 - 16:42 Uhr
KemnathOberpfalz

Landkreis Tirschenreuth besser darstellen

Ein SPD-Antrag sorgte im Tirschenreuther Kreistag für eine muntere Diskussion über Methoden der Außendarstellung. Sie drehte sich um Homepage, Newsletter und Imagekampagne.

Der Zustand der Landkreis-Homepage bietet laut SPD-Fraktionschef Uli Roth „Verbesserungspotenzial“.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Eigentlich war es "nur" ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion auf Einrichtung eines E-Mail-Newsletter-Services sowie zur Überarbeitung der Startseite der Homepage des Landkreises Tirschenreuth. Daraus geworden ist in der jüngsten Sitzung des Kreistags allerdings eine Grundsatzdiskussion über die Außendarstellung des Landkreises. Die daraus gewonnene Erkenntnis: Die Thematik soll detailliert im Ausschuss für Digitalisierung besprochen werden.

"Newsletter altbacken"

Die Diskussion über den SPD-Antrag lief schnell in eine mehrheitlich eher ablehnende Richtung: Landrat Roland Grillmeier zitierte aus einer Stellungnahme der Verwaltung, wonach man einen Newsletter sicherlich einrichten könne, dieser allerdings viel Personal- und Zeitressourcen binden würde. Auch der Landrat warf die Frage auf, wer denn diesen Newsletter brauche und ob dieser Sinn mache.

"Eine aktuell gestaltete Homepage bringt mehr", so Grillmeier. CSU-Fraktionssprecher Bernd Sommer betonte, dass der Antrag sicherlich gut gemeint sei, aber am Thema vorbei gehe. "Ein Newsletter ist altbacken", meinte Sommer. Homepage und Printmedien seien wichtiger. Auch FW-Sprecher Hans Klupp stellte fest, dass ein Newsletter sicherlich nicht der richtige Weg sei und nur unnötige Kraft binde. "Wir sollten ständig unsere Homepage verbessern", sagte Klupp.

SPD-Sprecher Uli Roth bedauerte, dass zwar schon rege über den Antrag diskutiert werde, er aber noch nicht die Chance gehabt habe, den Antrag überhaupt vorzustellen und zu erörtern: "Und wenn es eine Stellungnahme der Verwaltung gibt, dann hätte man die auch gerne schriftlich vor sich liegen."

Mit einem Newsletter, wie ihn sich seine Fraktion vorstelle, werde eine bestimmte Richtung der Information vorgegeben. "Der Landkreis sendet so aktiv und zielgerichtet Informationen an interessierte Abonnenten", führte Roth aus. Letztlich versende man auf diese Art und Weise kommentierte Nachrichten. Der Zustand der Homepage biete ein "Verbesserungspotenzial" - allein die Startseite wirke wenig einladend, unruhig und unstrukturiert. Auch aus dem Landkreis-Video müsse man viel mehr machen, als es derzeit der Fall sei. Es schade auch nicht, bei den Möglichkeiten der Außendarstellung einen Blick in die Nachbarlandkreise Neustadt und Wunsiedel zu werfen.

Außenmarketing überdenken

Landrat Roland Grillmeier stellte fest, dass es eine Image- und Regionalkampagne des Landkreises geben müsse und werde. "Aber das Problem können wir nicht in fünf Minuten lösen", bat er um Verständnis. Matthias Grundler (Zukunft) pflichtete bei, dass es beim Thema Außenmarketing noch Raum gebe. Generell müsse man auch hinterfragen, wie und mit welchen Mitteln der Landkreis mit seinen Bürgern kommuniziere. "Dem Thema sollten wir große Aufmerksamkeit widmen", sagte Grundler.

Heidrun Schelzke-Deubzer (Grüne) betonte, dass die Homepage eine Weiterentwicklung brauchen könnte. Auch die Idee des Newsletters mit einer direkten Verlinkung zur Homepage sei ein Ansatz in die richtige Richtung. Kategorisch ablehnende Äußerungen zum Thema Newsletter steuerten noch die Kreisräte Alfred Stier und Markus Übelmesser (beide CSU) bei.

Den Vorschlag des Landrats, die Diskussion im Ausschuss für Digitalisierung weiterzuführen, stimmte auch die SPD-Fraktion zu. So gab es keine Abstimmung über den eingebrachten Antrag.

Der Kreistag beschäftigte sich auch mit den Neubau-Planungen für die Realschule Kemnath:

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