Kemnath
04.12.2019 - 15:41 Uhr

Medizinisches Fachpersonal fehlt

Zur Adventszeit gehört, dass CSU-Mandatsträger die Rettungswache, die Polizeiinspektion und das Krankenhaus in Kemnath besuchen. Dabei wollen sie sich einen Einblick in aktuelle Probleme verschaffen.

Vorstand Josef Götz (Zweiter von links) begrüßte die CSU Delegation im Kemnather Krankenhaus. Bild: jzk
Vorstand Josef Götz (Zweiter von links) begrüßte die CSU Delegation im Kemnather Krankenhaus.
Beim Besuch der PI Kemnath überreichte Roland Grillmeier dem Dienststellenleiter Bernhard Gleißner ein Präsent. Bild: jzk
Beim Besuch der PI Kemnath überreichte Roland Grillmeier dem Dienststellenleiter Bernhard Gleißner ein Präsent.

Eine Station der Delegation um die Abgeordneten Albert Rupprecht (Bundestag), Tobias Reiß (Landtag), Christian Doleschal (EU-Parlament), Bürgermeister Werner Nickl sowie die beiden Kandidaten Roman Schäffler (Bürgermeister) und Roland Grillmeier (Landrat) war das Kemnather Krankenhaus. "Wir müssen unsere kleinen Krankenhäuser unbedingt erhalten", betonte dort Grillmeier.

"Unsere Situation ist zurzeit nicht rosig", erklärte Vorstand Josef Götz, "wir haben zu wenig Personal." Das sei aber in erster Linie kein finanzielles Problem. Vielmehr gehe es um fehlendes medizinisches Fachpersonal. Deshalb könnten offene Stellen oft nicht besetzt werden. In der Abteilung Röntgen/MRT werde beispielsweise dringend eine Medizinisch-technische-Radiologieassistentin gebraucht.

Monatelang auf Termin warten

"Auf eine Darm- oder Magenspiegelung müssen manche Patienten monatelang warten", klagte Chefarzt Dr. Gerhard Jilge. Die Anforderungen an die Fachkräfte werden immer größer. Die Gesundheits- und Pflegeberufe müssten attraktiver gemacht werden lautete ein Lösungsansatz, die Voraussetzungen und die Anforderungen dafür dürften nicht weiter überzogen werden ein zweiter. Die Dokumentationen erforderten sehr viel Zeit, die bei die Betreuung der Patienten fehle. "Das Bürokratiemonster im Pflegebereich muss reduziert werden", lautete daher eine Forderung.

Bei der Polizeiinspektion empfingen Dienststellenleiter Bernhard Gleißner und sein Stellvertreter Dieter Striegl die Gäste. "In unserem großen Einsatzgebiet haben wir über 2 000 Einsätze im Jahr", berichtete Gleißner. Der Schwerpunkt liege auf der Verkehrssicherheit. Seit Januar seien 638 Verkehrsunfälle aufgenommen worden. Jährlich werden im Einzugsgebiet der Polizeiinspektion Kemnath etwa 500 Straftaten begangen. "Unsere Bürger können sich sicher fühlen" betonte der Erste Polizeihauptkommissar.

Im Notfall Hubschrauber

In der Rettungswache standen Leiter Michael Busch, Notfallsanitäter Stefan Binner, Rettungssanitäter Markus Heining und Personalratsvorsitzender Günter Rodler Rede und Antwort. Stehe der Notarzt in Kemnath nicht zur Verfügung steht, müsse einer von den Standorten Marktredwitz oder Bayreuth geschickt werden, erklärten diese. Oder es komme der Rettungshubschrauber Christoph 80 aus Weiden oder der Christoph 20 aus Bayreuth.

Der neue Rettungswagen, der vor zweieinhalb Jahren in Betrieb genommen wurde, weise schon eine Fahrleistung von 200 000 Kilometer auf. "Glücklicherweise verfügen wir hier in Kemnath über eine sehr starke ehrenamtliche Truppe, die unsere hauptamtlichen Helfer im Rettungsdienst, im Krankentransport und bei Notarztfahrten tatkräftig unterstützt", freute sich Busch.

Sowohl in der Rettungswache, als auch auf der Polizeidienststelle und im Krankenhaus würdigten die CSU Mandatsträger das Engagement der Beschäftigten. Sie versprachen, sich in ihrem Zuständigkeitsbereich um praktikable Lösungen zu bemühen.

 
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