17.01.2020 - 08:52 Uhr
KemnathOberpfalz

Mehr Angelgewässer für Fischer

Der Kreisfischereiverein hat sein Angebot von Angelgewässern für seine Mitglieder deutlich erweitert. Die betreute Wasserfläche ist über drei Hektar gewachsen

Für die nächsten zehn Jahre hat der Kreisfischereiverein vier Zinster Weiher gepachtet. Vorerst dürfen davon die beiden größeren beangelt werden.
von Arnold KochProfil

Der Kreisfischereiverein hat nach dem Bericht des Vorsitzenden Thomas Götz in der Jahreshauptversammlung vier Zinster Weiher von der Familie Thiem aus Kulmain gepachtet. Die Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre. Einer davon ist noch für ein Jahr unterverpachtet.

Der Pachtpreis beträgt die ersten fünf Jahre jeweils 2000 Euro, wobei die zweimalige Jahresmahd der Verpächter übernimmt. Der kleine Weiher wird zur Aufzucht verwendet. Die beiden großen Weiher sind mit Hecht, Zander, Schleihen, Karpfen und Köderfischen besetzt und dürfen beangelt werden. Der Wasserzulauf ist auch in Trockenzeiten sicher. Die Mitteldämme dürfen nur von behinderten Mitgliedern befahren werden. Eine Beschilderung ist vorgesehen. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden. Die zusätzliche Wasserfläche ist mehr als drei Hektar groß.

Schwarzangler erwischt

Anglerkontrollen an den vereinseigenen und gepachteten Gewässern erfolgten durch Fischereiaufseher und Polizei. Am Stadtweiher stellten sie nachts einen Schwarzfischer und zeigten diesen an. Zwei Verstöße gegen die Gewässerordnung wurden geahndet. Erneut haben Vandalen die Schaukastenscheibe am Wilhelm-Margraf-See zerstört. Götz dankte den Gewässeraufsehern und bat die Mitglieder um vermehrte Achtsamkeit. Ein Lob zollte er der Jugendarbeit von Carsten Landgraf. Für Letztere hat Michael Panzer 15 Angeln und 20 Rollen aus seinem Fundus spendiert.

Die Jahresfischereischeine mussten wegen der Vergrößerung der Vereinsgewässer um 10 auf jetzt 145 Euro erhöht werden. Die Jugendkarte bleibt unverändert. Die Tageskarte kostet 15 statt 12 Euro pro Jahr, 8 statt 6 Euro für die Jugend. Für 2020 ist das Abfischen des Stadtweihers zusammen mit der Stadt eine große Aufgabe. Die Weiherfläche soll nach einer Woche wieder angestaut werden.

Laut Landgraf stieg die Zahl der Jungfischer auf 42 an. Er wird unterstützt von Manfred Merkl und Gabriel Hor. Beim Eisangeln Ende Januar an der städtischen Kiesgrube hingen ein Zander und acht Hechte am Haken. Es folgten ein Eisangeln Anfang Februar am Herrenweiher und Anfang März das erste Jugendangeln. Im Mai ging der Nachwuchs auf Raubfischfang, im Juni war das Jugendangeln am Stadtweiher bestens besucht. Am Pfingstzeltlager in Breitbrunn bei Bamberg beteiligten sich 17 Jugendliche und 7 Erwachsene. 15 Kinder zählte Landgraf beim Schnupperangeln im August. Gut besucht waren ebenso das Nacht- und das Jugendangeln im September und Oktober. Das Jahr klang mit einer Weihnachtsfeier, Tombola, Gutscheinen und Essen aus.

Gewässerwart Matthias Völkl berichtete vom Fischbesatz von Anfang Oktober bis November 2019. Großen Wilhelm-Markgraf-See: 433 Kilogramm (kg) Karpfen, 32 kg Zander und 50 kg Futterfische; Kleiner Wilhelm-Markgraf-See: 111 kg Karpfen, 3 kg Hecht und 44 kg Schleihen, im Herrenweiher 838 kg Karpfen 131 kg Hecht, 31 kg Zander; städtische Kiesgrube: 113 kg Karpfen, 39 kg Hecht, 50 kg Futterfische; Zinster Weiher: 700 kg Karpfen, 109 kg Hecht, 30 kg Zander 125 kg Futterfische, 20 kg Schleihen.

Für die nächsten zehn Jahre hat der Kreisfischereiverein vier Zinster Weiher gepachtet. Vorerst dürfen davon die beiden größeren beangelt werden.

Darlehen getilgt

Kassier Kurt Schmidt berichtete von einer gesunden Vereinskasse ohne Schulden und einem deutlichen Jahresplus. Der Fischbesatz schlug als größter Posten mit 10.300 Euro zu Buche. Diesen gleichen die Einnahmen aus Anglerkarten fast wieder aus. Das Darlehen für die Regenerationsanlage wurde mit 3000 Euro komplett getilgt. Revisor Reinhold Sieber bestätigte Schmidt eine einwandfreie Kassenführung.

Hintergrund:

Vier Mitgliedsarten

Die Vereinsversammlung beschloss einstimmig eine vom Finanzamt vorgeschlagene Satzungsänderung. Grund dafür ist die Einstufung als Kleinunternehmen mit einer Obergrenze von 17 500 Euro. Darüber würde Umsatzsteuer in nicht unerheblichem Umfang anfallen. Der Mitgliedsbeitrag und der Jahresbeitrag werden in einen aktiven Mitgliedsbeitrag umgewandelt, der nicht zum umsatzsteuerpflichtigen Einnahmebereich zählt. Bei Vereinsfesten zählt nicht der Gewinn, sondern der Gesamtumsatz. Künftig gibt es vier Mitgliedsarten: aktiv, passiv, Erwachsene und Jugend.

In einer gesonderten Geschäftsführung können weitere Regelungen getroffen werden. Dies trifft auf die Aufnahmegebühr von 100 Euro für Neumitglieder, kostenlose Aufnahme für Jugendliche und Familienmitglieder zu. Der jährliche Mitgliedsbeitrag für aktive Mitglieder beträgt künftig 172 (145 und 27 Euro), für Jugendliche 52 (40 und 12) Euro. Die Mitglieder müssen 10 Arbeitsstunden pro Jahr leisten, die in Geld mit 15 Euro/Stunde ausgeglichen werden können.

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