Das Gesamtvolumen des Etats umfasst 63 250 Euro. Der Verwaltungshaushalt weist 50 750 Euro aus, der Vermögenshaushalt 12 500 Euro. Das Zahlenwerk stellten Vorsitzender Michael Hautmann und Kämmerer Roman Schäffler im Gasthof Busch in Kötzersdorf vor.
Beide gaben zunächst einen kurzen Rückblick: Zum Jahresabschluss 2016 betrugen die bereinigten Solleinnahmen und -ausgaben 45 965 Euro. In jenem Jahr waren im Verbandsgebiet in den Sommermonaten erhebliche Wasserverluste in der Hoch- und Tiefzone zu verzeichnen, die trotz umfangreicher Suche nicht aufgeklärt werden konnten. Im Endergebnis führte dies zu einem rechnerischen Wasserverlust von 5003 Kubikmetern (umgerechnet rund 4000 Euro Wasserbezugskosten), die erst bei einer Nachkalkulation 2015 bis 2017 auf die Endabnehmer verrechnet werden können.
Beim Wasserverkauf schloss das Abrechnungsjahr 2017 mit einem rechnerischen Wassergewinn von 1985 Kubikmetern. Ursache hierfür waren die unterschiedlichen Ablesezeitpunkte beim Wasserlieferanten (Stadt Kemnath) und dem Wasserzweckverband sowie erhöhte Verbrauchszahlen in den Ablesebezirken Haunritz, Oberbruck, Oberndorf, Reisach und Schlackenhof. Zum Jahresabschluss 2017 konnten der allgemeinen Rücklage 6256 Euro zugeführt werden.
Aufgrund der Erfahrungswerte der beiden letzten Abrechnungsjahre kalkuliert der Wasserzweckverband mit einer verkauften Wassermenge von 27 600 Kubikmeter für 2018. Für Unterhaltungsmaßnahmen am Wasserleitungsnetz wird der Haushaltsansatz um 5000 Euro auf 8.000 Euro angehoben - bedingt dadurch, dass bereits mehrere Rohrbrüche repariert und zusätzlich Hausanschlussschieber gewechselt werden mussten. Das verkaufte Wasser wird von der Stadt Kemnath bezogen. Der Kaufpreis liegt netto bei 81 Cent pro Kubikmeter. Bei einer kalkulierten Trinkwasserverkaufsmenge von 27 600 Kubikmetern errechnet sich somit inklusive eines dreiprozentigen Wasserverlusts eine Bezugsmenge von rund 28 500 Kubikmetern. Hinzu kommen Zählergrundgebühren (645 Euro netto). Der Ansatz liegt demnach bei 23 750 Euro.
Die Umrüstung der Wasserzähler auf Ultraschalltechnik erfolgt in den Haushaltsjahren 2018 und 2019. So muss im Haushaltsjahr 2018 für 73 Zähler mit Anschaffungskosten von 5600 Euro gerechnet werden. Um den Gesamthaushalt auszugleichen, ist eine Rücklagenentnahme von 11 800 Euro erforderlich. Der Rücklagenstand wird Ende 2018 bei etwa 7800 Euro liegen.
Sollten nicht vorhersehbare Reparaturen am Leitungsnetz werden, könnten diese daher maximal bis zur Höhe von etwa 7000 Euro ohne Fremdmittel geleistet werden, meinte Schäffler. Sollten größere Baumaßnahmen anstehen, müssten diese über Kredite refinanziert werden. "Aufgrund des Alters des derzeitigen Leitungsnetzes ist leider zu befürchten, dass in absehbarer Zeit eine Fremdfinanzierung von Unterhaltungs- und Sanierungsaufwendungen erfolgen muss."












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