06.09.2018 - 12:40 Uhr
KemnathOberpfalz

Musikalische Zeitreise

Museumsleiter Anton Heindl erklärt im Musikeum in Kemnath die Vorgänger von CD- und MP3-Player.

Museumsleiter Anton Heindl (Zweiter von rechts) erklärt den interessierten Besuchern im Musikeum die Funktion der verschiedenen Musikautomaten.
von Josef ZaglmannProfil

Eine musikalische Reise in die Vorgeschichte von CD- und MP3-Player bot Museumsleiter Anton Heindl interessierten Gästen im Musikeum des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) an. Hier stießen die interessierten Besucher auf eine ihnen bisher unbekannte Musikwelt. Die Tasten von Klavieren wurden wie von Geisterhand bewegt. In zarten Tönen ließen sich Spielwerke vernehmen, die in winzige Taschenuhren genauso eingebaut wurden wie in Feuerzeuge, Puppenautomaten, Nähkästchen, Fotoalben oder Puderdosen.

„In unserem Musiksalon befindet sich die größte öffentlich zugängliche Sammlung von mechanischer Musik in der Oberpfalz“, erzählte Heindl. Geduldig führte er den interessierten Besuchern die Instrumente vor. Zu bewundern waren unter anderem verschiedene Walzen- und Plattenspieldosen und Metallplattenspielgeräte wie Polyphon, Lochplattenmusikwerk, Symphonium, Orphenion, Organetten, Zungendrehorgel und Amicorum. Fachmännisch präsentierte Anton Heindl auch Pianolas, Orchestrien, Grammophone und Phonographen mit klangvollen Namen wie Manopan, Aeolin, Ariston und Ariosa.

Bestaunt wurden auch ein pneumatisches Klavier mit Vorsetzer und ein Straßenwalzengerät.

„Unser interessantestes Exponat ist ein Klavierorchestrion mit acht Instrumenten, nämlich Klavier, Akkordeon, Basstrommel, Triangel, Tamburin, Becken, Trommel und Holztrommel“, erklärte Heindl.

Geschickt entlockte Heindl den technisch voll funktionsfähigen Musikautomaten bekannte Melodien wie „Wiener Blut“ oder den „Radetzky-Marsch“. Natürlich durften die Kinder Drehorgeln und andere Instrumente selbst bedienen.

Die Besucher waren überrascht, wie gut die Instrumente funktionieren und wie gut sie auch heute noch klingen.

Am Ende der Führung erhielt jeder Teilnehmer das Diplom „Musikpädagogikum“, mit dem er zum Diplom-Drehorgel-Instrumentalisten ernannt wurde.

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