Kemnath
27.03.2026 - 09:29 Uhr

Tourismus im Oberpfälzer Wald: Übernachtungszahlen bleiben konstant

Beim Tourismustag Oberpfälzer Wald in Kemnath diskutieren über 200 Teilnehmer über die Zukunft des Tourismus. Nachhaltigkeit und Digitalisierung gelten dabei als wesentliche Faktoren.

Gut besucht ist der Tourismustag Oberpfälzer Wald in Kemnath. Bild: Oberpfälzer Wald / Katharina Gromer
Gut besucht ist der Tourismustag Oberpfälzer Wald in Kemnath.

Beim Tourismustag Oberpfälzer Wald in Kemnath haben sich mehr als 200 Touristiker, politische Vertreter und Partner getroffen, um über die Zukunft des Tourismus in der Region zu diskutieren. Laut einer Pressemitteilung der Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald standen dabei Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und innovative Impulse im Fokus.

Das Zusammenspiel der Menschen, die die Region gestalten stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Erfolg in dieser Branche sei "echte Teamarbeit“, betonte Reinhold Wildenauer, Dritter Bürgermeister der Stadt Weiden in der Oberpfalz. Im Bericht der Tourismusgemeinschaft wurde deutlich, dass der Tourismus eine tragende Säule der Region darstellt. Trotz rückläufigem Bettenangebot bleiben die Übernachtungszahlen stabil – und die Auslastung der Betriebe steigt. Das zeige, dass viele Anbieter wirtschaftlicher arbeiten und sich erfolgreich am Markt behaupten, so die Folgerung der Fachkräfte. Gleichzeitig gebe es aber natürlich noch Luft nach oben.

Wertschöpfung durch Tagesgäste

"Mit 6.666 gesicherten Arbeitsplätzen ist der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Oberpfälzer Wald", heißt es in der Pressemitteilung. Überraschend für die Touristiker: Rund zwei Drittel der Wertschöpfung stammen von Tagesgästen. Auch im bundesweiten Vergleich könne sich die Region sehen lassen – mit einer Top-1-Platzierung der Trust-You-Analyse 2025 in Bezug auf die Gästezufriedenheit.

Die Digitalisierung spielt dabei eine immer größere Rolle. Über 200 Gastgeber sind inzwischen online buchbar. Für Michael Braun, der durch die Veranstaltung führte, ist klar: „Wer nicht online buchbar ist, verschwindet mit der Zeit von der Bildfläche.“. Doch der Blick auf die Zahlen zeige auch: Fortschritt bedeute nicht, Bewährtes aufzugeben. Während digitale Angebote stetig wachsen, bleiben klassische Printprodukte im Oberpfälzer Wald stark gefragt. „2025 war bei uns das Jahr der Nachdrucke: Mit den frisch aktualisierten Broschüren im neuen Design sind unsere Lager nun bestens gerüstet“, erklärt Alexandra Beier von Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald.

Parallel dazu investiert die Region gezielt in ihre Sichtbarkeit: Professionelle Fotoproduktionen, Social Media und neue Projekte wie eine Imagekampagne und ein geplanter Merchandise-Shop sollen die Marke Oberpfälzer Wald weiter stärken. Ein zentrales Thema des Tourismustags war die Frage, wie sich Tourismus nachhaltig gestalten lässt.

Marktanteile sichern

Wolfgang Scheinert vom Tourismusverband Ostbayern machte deutlich, dass Nachhaltigkeit längst kein optionales Thema mehr ist. 67 Prozent der Deutschen achten laut Reiseanalyse 2025 auf ökologische und soziale Aspekte beim Reisen – auch wenn sich dies nicht automatisch in höherer Zahlungsbereitschaft widerspiegelt. „Wer heute nachhaltig handelt, sichert sich morgen Marktanteile“, so Scheinert. Mit dem Leader-Kooperationsprojekt „Natürlich Ostbayern“ soll genau hier angesetzt werden. Ziel ist es, gemeinsam mit den Partnerregionen, darunter auch die Landkreise des Oberpfälzer Waldes, konkrete Lösungen für einen zukunftsfähigen Tourismus zu entwickeln.

Wie Innovation im Tourismus konkret aussehen kann, zeigten Praxisbeispiele aus dem Oberpfälzer Wald. Philipp Sanders vom NaturResort Steinwald steht für mutige Ideen: Bereits 2017 gründete er mit seiner Frau die erste Tiny-House-Siedlung Deutschlands in Mehlmeisel, 2023 folgte die Übernahme eines Campingplatzes in Thumsenreuth. Bei seinen Projekten arbeitete er mit regionalen Betrieben zusammen. Nathalie Ingerl präsentierte mit dem Haus der Biodiversität in Tännesberg ein Konzept, das Nachhaltigkeit bei einem Veranstaltungsprogramm erlebbar macht.

Dass der Tourismustag nicht nur fachlichen Austausch, sondern auch regionale Identität stärkt, zeigte sich am Veranstaltungsort selbst. Roman Schäffler betonte die Rolle Kemnaths als Wirtschaftsstandort – unterstrich aber zugleich die wachsende Bedeutung des Tourismus: „Er ergänzt unser Angebot und macht unsere Stadt noch lebenswerter.“ Neben Fachvorträgen bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung – von Infoständen zu Themen wie Onlinebuchung, Mobilität und Barrierefreiheit bis hin zu den ersten Naturerlebnisdörfern Bayerns.Beim anschließenden Nachmittagsprogramm konnten die Teilnehmenden die Region direkt erleben – etwa bei einer historischen Stadtführung oder einer Museumstour durch Kemnath.

Diese Meldung basiert auf einer Pressemitteilung der Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

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