04.09.2018 - 10:38 Uhr
KemnathOberpfalz

Vitrine für fairen Handel

Zum Start der fairen Wochen in Kemnath gibt es in der Sparkasse in Kemnath eine Vitrine zu sehen, in der Fair-Trade-Produkte ausgestellt sind.

Elke Burger, Birgit Perkams, Markus Dötterl und Peter Ferber (von rechts) bei der Vitrine mit Fairtrade-Artikeln in der Kemnather Sparkasse.
von Josef ZaglmannProfil

Seit über drei Jahren ist Kemnath Fairtrade-Stadt. Für den Erwerb dieses Titels musste sie fünf Kriterien erfüllen. Zum Erhalt dieser besonderen Auszeichnung müssen immer wieder neue Kampagnen gestartet werden. In der fairen Woche von Freitag, 14., bis Freitag, 28. September, sind auch heuer wieder verschiedene Aktionen zum Thema „Gemeinsam für ein gutes Klima“ geplant.

Den Anfang der Kemnather Fairtrade-Aktionen machte Elke Burger. Sie ist Mitglied der Kemnather Fairtrade-Steuerungsgruppe. Mit Birgit Perkams bestückte sie die Vitrine in der Kemnather Sparkasse mit Fairtrade-Artikeln. Unter dem Motto „Fair handeln - Klima schützen“ stellten sie unter anderem Wein, Säfte, Kaffee, Olivenöl, Kräuter, Bonbons, Schokolade, Kartoffelchips, Brotaufstriche, Textilien (weißes ärmelloses Hemd), Spielzeug und Taschen in die Vitrine in der Eingangshalle.

Filialbereichsleiter Peter Ferber und Geschäftsstellenleiter Markus Dötterl unterstützten diese Fairtrade-Aktion gerne. „Damit werden die Besucher unserer Sparkasse auf die vielfältigen Produkte des fairen Handels aufmerksam gemacht“, betonten sie. Einige Artikel sind das ganze Jahr über auch im Pfarrhof, in der Metzgerei Zitzlmann und bei Eisen Lautner käuflich zu erwerben.

Neben der Vitrine liegen auf einem Tisch auch noch kostenlose Rezepthefte und Flyer zum Mitnehmen bereit. Darin können sich Interessenten darüber informieren, warum fairer Handel so wichtig und notwendig ist.

„Die Läden wollen maximale Gewinne erlangen, die Kunden so wenig wie möglich ausgeben - aber irgendwie geht das nicht auf“, heißt es da. Meist geht eine derartige Preispolitik auf Kosten der Schwächsten, nämlich den Produzenten in weniger entwickelten Ländern. Die Kehrseite der Super-billig-Preise sind schlechte Arbeitsbedingungen, fehlende Gesundheitsvorsorge, mangelhafte Ernährung und fehlende Arbeiterrechte auf der anderen Seite. Die meisten Menschen in den Billig-Lohn-Ländern können von ihrer harten Arbeit kaum überleben. Geld, um die Kinder in die Schule zu schicken, ist kaum vorhanden. Doch ohne Bildung haben die Kinder keine Chance auf eine lebenswertere Arbeit – womit sich der Teufelskreis der Armut schließt. Eine Lösung aus diesem Teufelskreis biete der faire Handel. Das Prinzip sei ganz einfach: Die Produzenten erhalten faire Preise für gute Arbeit. Dies wird vor allem durch langfristige - und damit für beide Seiten zuverlässige - Handelsbeziehungen und direkte Handelswege ermöglicht. Der Kunde erhält qualitativ hochwertige Produkte und leistet einen Beitrag für ein bisschen mehr Gerechtigkeit auf der Welt.

Immer noch zu sehen ist in der Sparkasse die Ausstellung „Plakate für ein friedliches Miteinander“. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Kemnather Realschule vom 13. Juni diesen Jahres. Sie ist nämlich nicht nur Fairtrade-Schule, sie hat auch die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ erhalten. Zusammengestellt hat die Plakatausstellung Fachlehrerin Daniela Dötterl, die Fachbetreuerin für Kunst und die Leiterin der neuen Talentklasse Kunst. Mit diesem Projekt zum Thema „Demokratie praktizieren, Ausgrenzung, Gewalt, Mobbing und Menschenfeindlichkeit keine Chance geben“ erfüllt die Realschule auch in diesem Jahr wieder die Auflagen, um die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ weiter führen zu können.

„Freundschaft ist bunt“, „Vielfalt statt Einfalt“ und „Friede ist, wenn die Hautfarbe egal ist“ ist auf einigen Plakaten zu lesen. „Nach den jüngsten Vorfällen in Chemnitz sind diese Plakate besonders wichtig“, meinten einige Betrachter nachdenklich.

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