10.10.2019 - 09:21 Uhr
KemnathOberpfalz

Waldeck: Räte befürworten Kinderkrippe

Der Kemnather Stadtrat begrüßt die Pläne der Katholischen Kirchenstiftung Waldeck für eine Kinderkrippe. Dafür greift die Kommune tief in die Kasse.

Der Kindergarten St. Anna in Waldeck soll um eine Kinderkrippe für zwölf Kinder erweitert werden.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Die Katholische Kirchenstiftung Waldeck will ergänzend zum Kindergarten St. Anna eine Kinderkrippe errichten. Dabei kann sie auf eine umfassende finanzielle und logistische Unterstützung der Stadt Kemnath zählen. Der Stadtrat jedenfalls befürwortete einhellig das Vorhaben in Waldeck.

Bürgermeister Werner Nickl berichtete von den aktuellen Planungen der Kirchenstiftung: Demnach ist eine Erweiterung nach Westen vorgesehen, die voraussichtlichen Gesamtkosten werden auf 850 000 Euro geschätzt. Verschiedene Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt und der Pfarrei Waldeck haben mittlerweile stattgefunden, auch zahlreiche interne Besprechungen der Kirchenstiftung.

Die Teilnehmer verständigten sich auf verschiedene Regelungen: An der Errichtung des Krippengebäudes beteiligt sich die Kommune in hohem Maß. Geschätzt wird mit einem Anteil der Stadt in Höhe von rund 280 000 Euro, der Eigenanteil der Kirchenstiftung wird auf 50 000 Euro gedeckelt. Die restliche Summe wird in Form von Zuschüssen erwartet. Auch beim Betriebskostendefizit übernimmt die Stadt den maßgeblichen Anteil: Waren es bisher 80 Prozent beim Kindergarten, sollen es künftig bei Betrieb von Kindergarten und Kinderkrippe 90 Prozent sein. Ausgelegt sein wird die neu zu schaffende Krippengruppe für zwölf Kinder.

"Das, was nun auf dem Tisch liegt, ist der absolut richtige Wege", betonte Nickl. Er verwies darauf, dass die Kinderbetreuung eine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Entsprechend falle auch die finanzielle Beteiligung der Stadt aus. Der Bau einer Kinderkrippe sei ein wichtiges Zeichen für die Infrastruktur von Waldeck.

Fraktionsübergreifende Zustimmung kam auch in den Wortmeldungen zum Ausdruck: Josef Krauß (CSU) sprach von einem "richtigen Schritt in die richtige Richtung", der zu einer weiteren positiven Entwicklung Waldecks führe. Christian Baumann (FW) führte aus, dass es eventuell auch sinnvoll gewesen wäre, wenn die Stadt die komplette Verantwortung übernommen hätte. Auf der anderen Seite, räumte er ein, sei es natürlich auch sinnvoll, wenn die Kirche bei der Kinderbetreuung mit im Boot sei. Jutta Deiml (SPD) führte aus, dass das Angebot der Kinderkrippe für zwölf Mädchen und Buben sicherlich sehr schnell vollumfänglich genutzt werde.

Hans Prieschenk (CLU) stellte heraus, dass die geplante finanzielle Regelung eine gute Lösung für beide Seiten sei. Heidrun Schelzke-Deubzer (Grüne) erachtete es für einen Ort wie Waldeck als sehr wichtig, dass eine Kinderkrippe angeboten werde.

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