"Sodalen sind ein lebendiges Zeugnis des Glaubens", hob DomkapitularJohann Ammer in seiner Predigt im Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Jakobus hervor. Neben dem Hauptfest des MMC-Bezirks Nördliche Oberpfalz feierte die Ortsgruppe Kirchenpingarten Jubiläum. "Mit Maria unterwegs, 80 Jahre MMC Kirchenpingarten" stand auf den mit Sonnenblumen eingerahmten Blumenteppich am Eingang zum Gotteshaus. Ortsobmann Georg Schäffner hatte mit Unterstützung des Bezirksobmanns Max Pravida aus Pressath den Tag vorbildlich organisiert.
Angeführt von der Kapelle Pscherer aus Mehlmeisel, zogen die Sodalen aus den Pfarreien Eslarn, Letzau, Neukirchen, Roggenstein, Vohenstrauß, Waidhaus, Waldthurn, Weiden, Ebnath, Kemnath, Kirchendemenreuth, Kulmain, Mockersdorf, Pressath, Schlammersdorf, Speinshart, Waldershof, Wiesau und Kirchenpingarten mit weiß-blauen Bannern und Standarten in die Pfarrkirche ein. Den Festgottesdienst, an dem zahlreiche Gläubige teilnahmen, zelebrierte Geistlicher Rat Johann Ammer. Ihm assistierten Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid und Ortsgeistlicher Reinhard Forster. Es sang der Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Melzner.
Das Sonntagsevangelium nach Markus war für Ammer die Grundlage für die Predigt. Darin eingebunden war sein Blick auf das Jubiläum der Ortsgruppe Kirchenpingarten. "80 Jahre gemeinsam feiern ist ein Zeichen des Zusammenhalts, der Zuneigung und der gegenseitigen Wertschätzung." Mit dem Weihegebet vor dem Schlusssegen erfolgte die Aufnahme der Neusodalen und die Weiheerneuerung aller Sodalen.
Beim anschließenden Festkonvent im Gemeindezentrum erinnerte Obmann Schäffner an die Gründung der Ortsgruppe im Jahr 1938. Doch fünf Jahre später kam es zum Stillstand, was dem Zweiten Weltkrieg geschuldet war. Erst 1961 wurde die Ortsgruppe wieder uns Leben gerufen. Bürgermeister Klaus Wagner verwies darauf, dass seine Kommune katholisch geprägt sei. Er ließ zudem die Verbundenheit zur Pfarrfiliale Haidenaab nicht unerwähnt und brach eine Lanze für die Ökumene: "Es gibt nur ein Miteinander". Peter Krikorka, Präfekt der MMC Regensburg, unterstrich: "Maria ist und war als Mutter Gottes immer mit der Lebensgeschichte Jesus verbunden."
Zentralpräses Schmid betonte, dass ihm der Fortbestand der MMC ein Herzensanliegen sei. "Schneewittchen", das Märchen der Gebrüder Grimm war die Vorlage für sein Referat. Eingebunden darin war auch die Botschaft insbesondere an die Sodalen: "Fangt endlich an, sucht die Glut unter der Asche." Für Aufheiterung beim Festkonvent sorgte Domkapitular Ammer. Er hatte verraten, dass Kirchenpingarten für ihn ein "weißer Fleck" auf der Landkarte der Diözese war. Wagner hatte bei der Vorstellung der Kommune auch eine Stofftasche mit dem Gemeindewappen präsentiert. Diese erbat sich Ammer als Erinnerungsgeschenk. Auch war er sich sicher, dass er damit künftig auch ohne Navi nach Kirchenpingarten finden werde.
Zur Vorbereitung auf das Hauptfest fanden Triduumsgottesdienste statt. Dazu waren die Gläubigen in die Filialpfarrkirche Sankt Ursula in Haidenaab eingeladen, um mit Pfarrer Sven Grillmeier (Kirchenlaibach) zu beten. Zu zwei weiteren Vorbereitungsgottesdiensten mit Pfarrer Markus Bruckner (Kulmain) und Stadtpfarrer Konrad Amschler (Kemnath) waren sie in die Pfarrkirche Sankt Jakobus in Kirchenpingarten eingeladen. Das Hauptfest endete nach dem gemeinsamen Mittagessen mit einer eucharistischen Andacht im Gotteshaus.
Bezirksobmann Max Pravida ehrte beim Hauptfest für 40 Jahre Treue zur MMC Karl Bruischütz, Heinz Fenzl, Georg Fischer, Georg Fütterer, Dr. Gerhard Kellner, Wilhelm Neumann, Josef Schwab (alle Kirchendemenreuth), Karl Legath (Pressath) und Josef Haberkorn (Kirchenpingarten). 25 Jahre sind Ludwig Dötterl, Richard Fröhlich, Franz Griener, Georg Hösl, Hermann Melzner, Martin Müller, Richard Prösl, Josef Scherm, Richard Schraml, Georg Schroll, Michael Stich, Rudi Walter und Alois Wörl (alle Kulmain), Andreas Sieber (Speinshart) und Helmut Konrad (Wiesau) Sodalen. (br)















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