Kirchenreinbach bei Etzelwang
30.11.2018 - 14:11 Uhr

Beim Tutti dröhnt der Saal

Drei versierte Gruppen und eine Reihe von Solisten schaffen es auch heuer wieder beim Musikantentreffen, die Liebhaber von musikalischem Volkstum zu begeistern. Das seit 25 Jahren.

Hallt schon der Gesang der Zuhörer bei verschiedenen Ohrwürmern durch alle Räume, dröhnt der Saal, als abschließend alle Musiker gemeinsam musizieren. Bild: ds
Hallt schon der Gesang der Zuhörer bei verschiedenen Ohrwürmern durch alle Räume, dröhnt der Saal, als abschließend alle Musiker gemeinsam musizieren.

Seit nunmehr 25 Jahren freuen sich die Anhänger bodenständiger Unterhaltungsmusik auf diesen Termin. Initiator dieser beliebten Veranstaltung ist Marco Brunner mit seinen Kirchenreinbacher Spitzboum. Heuer fanden sich 28 Musiker im Gasthaus Goldene Krone ein, um in einem fünfstündigen Programm die Stimmung im vollbesetzten Saal mehr und mehr zu steigern. Mit ihrer Musik gelang es ihnen, dass die Gäste nicht nur zuhörten, sondern bekannte Melodien mitsangen, rhythmisch klatschten oder ihre Freude mit einem Tänzchen oder einem lauten Gurzer zum Ausdruck brachten. Die Kirchenreinbacher Spitzboum, bei denen zwei Moidln Klarinette spielten, wetteiferten mit der Rentnerband, einer Formation, die auf musikalisches Urgestein in ihren Reihen zählen kann. Sie beweist angesichts einiger Achtzigjähriger, dass Musik jung hält. Im Gegensatz dazu trat eine jugendliche Gruppe erstmals beim Musikantentreffen auf: „In oaner Tour“ bestätigte, dass der Nachwuchs durchaus mit den alten Hasen mithalten kann. Diese drei Gruppen erfreuten mit ihrer Vielfalt an Instrumenten. Tolles Klangerlebnis entstand, wenn kräftiges Blech der Trompeten in Dialog trat mit den warmen Tönen der Klarinetten und dem Saxophon. Aber auch Trompeten und Posaunen gelang ein angenehmer Kontrast zu dem weichen Tuba-Sound. Zarte Klänge kamen von Karin Bleisteiner und Anette Pürner, die zu Akkordeon und Gitarre auch ihre Stimmen erklingen ließen. Kilian Guttenberger, vor knapp zehn Jahren der kleinste und jüngste Musiker, überragt inzwischen den Opa Paul Pesold in körperlicher und musikalischer Größe. Beide steuerten wieder meisterhaft auf dem Akkordeon ihre Stückl´n bei. Der Luber Bernhard spielte abwechselnd mit der Diatonischen oder mit der Tuba. Reichhaltiges Repertoire befähigte Willi Hafner mit seiner Trompete in verschiedenen Besetzungen mitzuwirken. Auch die Tuba von Rudi Kohler erklang mal schnell, mal langsam als Begleitung. Überhaupt ließ sich die Professionalität aller Mitwirkenden daran erkennen, dass sie problemlos in den verschiedensten Gruppen mitspielten.Den Abschluss in der letzten halben Stunde vor Mitternacht bildete die Bigband aus allen Musikern. Da dröhnte der Saal von den Harmonien der unterschiedlichen Instrumente, die Ohrwürmer bei Melodien aus Böhmen, aus Bayern, aus Tirol, bei Märschen, Walzern, Polka, bei Schottisch, Zwiefachen und Drehern während des Abends noch zu steigern. Zum Abschluss dankte Marco Brunner allen Gästen und Mitwirkenden sowie der Gastwirtsfamilie Dorn und sprach bereits eine Einladung für das nächste Jahr aus.

Als Gegensatz zu den größeren Gruppen steuert das Duo Karin Bleisteiner und Anette Pürner (von rechts) zarte Klänge mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang bei. Bild: ds
Als Gegensatz zu den größeren Gruppen steuert das Duo Karin Bleisteiner und Anette Pürner (von rechts) zarte Klänge mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang bei.
 
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