23.11.2018 - 16:43 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Jetzt geht's ans Wasser

"Im Jahr 2018 ist wieder viel passiert." So lautet das Fazit von Bürgermeister Jürgen Kürzinger in der gut besuchten Bürgerversammlung im Pfarrheim. Das Aber folgt auf dem Fuß: In den nächsten Monaten sind noch viele Arbeiten zu erledigen.

Ein Großprojekt folgt auf das nächste: Nach Bau- und Gewerbegebietserschließungen wird 2019 mit der Erneuerung der Wasserversorgung begonnen, kündigt Bürgermeister Jürgen Kürzinger in der Bürgerversammlung an.

Zu den Großprojekten des Jahres gehörte die zwischenzeitlich abgeschlossene Erschließung des Gewerbegebiets "Weiherwiesen II" mit einem Kostenvolumen von rund 1,6 Millionen Euro. Auf diese folgt in naher Zukunft die mit 2,5 Millionen Euro veranschlagte Neubauvariante bei der Wasserversorgung. Das Oberhaupt der Marktgemeinde blickte in seinem Jahresbericht auf eine Fülle von Maßnahmen im kommunalen Bereich zurück. Dabei erinnerte er an die aufgestellten Urnenstelen auf dem Friedhof sowie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED- oder Energiesparlampen mit einem Kostenaufwand von rund 35 000 Euro. Die daraus resultierenden Einsparungen schlügen sich in der Gemeindekasse spürbar nieder, merkte Kürzinger an.

In der Turnhalle wurden die Duschen saniert und 13 Fenster ausgetauscht, in Metzenhof gab es eine Kompletterneuerung der Kinderspielplätze. Ferner verwies der Rathauschef darauf, dass für die Feuerwehr Kirchenthumbach ein neues Mehrzweckfahrzeug angeschafft werde und im nächsten Jahr übergeben werden solle. Im Gerätehaus seien alle Fenster ausgetauscht worden, was positive Auswirkungen auf die Heizkosten habe. Großes Lob zollte Kürzinger der Baufirma, die die Erschließung des Gewerbegebiets "Weiherwiesen II" sehr zügig zum Abschluss gebracht habe. Gleiches galt für das Unternehmen mit Blick auf die noch laufende Erschließung des neuen Baugebiets "Sandbrunnen IV".

Der Sturm "Fabienne" habe in den Waldgebieten der Marktgemeinde deutliche Spuren hinterlassen und extreme Schäden angerichtet, berichtete der Bürgermeister. Die Bäume seien zwischenzeitlich mit einem hohen Arbeitsaufwand aufgearbeitet und zu Hackschnitzel verarbeitet worden. Die Kosten für die Beseitigung der Sturmschäden bezifferte er mit rund 12 000 Euro. Als "kleinen Erfolg" wertete er die Versetzung der Ortstafel in der Auerbacher Straße in Richtung Zubringer zur B 470.

Das Marktgemeindeoberhaupt warf auch einen Blick in die Zukunft, in der vor allem zwei Projekte anstehen. Die bereits beschlossene

Erneuerung der Wasserversorgung mit einem Investitionsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro soll 2019 in Angriff genommen werden. Auf der Grundlage der vom Ingenieurbüro Zwick (Weiden) erstellten Studie wurden die Bürger in groben Zügen über den Umfang der Maßnahme informiert. An die Wasserversorgung mit einem Leitungsnetz von 75 Kilometer seien 3236 Einwohner angeschlossen, teilte Kürzinger mit. Im Zuge der Erneuerung werde es künftig ein Wasserwerk weniger geben. Vorgesehen sei, dass jährlich etwa 1,5 Kilometer Wasserleitungen in Angriff genommen werden. Priorität haben dabei die Ortsnetzleitungen in Kirchenthumbach.

Beim zweiten Großprojekt handelt es sich um die Schule, bei der laut Bürgermeister noch zwischen einer Vollsanierung und einem Neubau "auszuloten" sei. Welche der beiden Varianten letztendlich realisiert wird und zu welchem Zeitpunkt, werde sich aus Gesprächen bei der Regierung der Oberpfalz ergeben. Kürzinger wollte in diesem Zusammenhang nicht ausschließen, dass eine Offene Ganztagsschule eingerichtet wird.

Im Blickpunkt:

Eingebunden in den Jahresbericht von Bürgermeister Jürgen Kürzinger war ein Blick auf die Statistik. Demnach beträgt die Gesamtfläche der Marktgemeinde etwa 67 Quadratkilometer mit einem 61 Kilometer langen Wegenetz, aufgegliedert in 21 Kilometer Orts- und 40 Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen. Die Zahl der Einwohner verminderte sich gegenüber dem Vorjahr und liegt nun bei 3229. Die Statistik weist bisher 22 Geburten, 26 Sterbefälle und 24 Eheschließungen aus. Seinen Bericht beendete Kürzinger mit dem Dank an die Frauen des Pfarrgemeinderats für die Bewirtung. (br)

„Bezugsfertig“ ist das neue Gewerbegebiet „Weiherwiesen II“, nachdem die Erschließung abgeschlossen ist. Auch das Regenrückhaltebecken (vorne, links) ist einsatzbereit.
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