14.01.2021 - 13:56 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Marktgemeinderat Kirchenthumbach: Prozedere über Kauf eines Kommunaltraktors sorgt für Zoff

Die Neujahrswünsche des Bürgermeisters sind noch nicht verklungen, da wünscht sich die CWG-Fraktion des Marktgemeinderates Kirchenthumbach eine Beratung über den Kauf eines Kommunaltraktors im öffentlichen Sitzungsteil. Es kommt zum Zoff.

Ewald Plößner, CWG-Gemeinderat.
von Robert DotzauerProfil

Zweiter Bürgermeister Ewald Plößner (CWG) befand in der Kirchenthumbacher Marktgemeinderatssitzung „Das Thema ist im öffentlichen Interesse“ und verlangte, den Tagesordnungspunkt über den Kauf eines neuen Kommunaltraktors in den öffentlichen Teil der Sitzung zu verlegen. Gleichzeitig zweifelte er an der Darstellung des Gemeindebauhofes und der Fachwerkstatt über die irreparablen Schäden am elf Jahre alten Unimog der Kommune. „Wir brauchen eine neutrale Bewertung“, forderte Plößner.

Hingegen sprach Georg Adelhardt mit Blick auf die vielen und teuren Reparaturkosten von einem immerwährenden Ärgernis und warnte vor weiteren Fehleinkäufen. „Wir kommen um einen Kommunaltraktor und seiner für Gemeindebauhöfe klassischen Geräteausstattung nicht vorbei“, urteilte der Sassenreuther. Bürgermeister Jürgen Kürzinger orientierte sich an der Expertenmeinung. „Wir brauchen was Neues und Robustes.“ Eben diese Robustheit gilt es nach Auffassung von Ewald Plößner in einem Gutachten zur Lebenserwartung eines künftigen Kommunalfahrzeuges zu untersuchen. Was bedeutet ein unabhängiges Gutachten, hinterfragte Winfried Sporrer. Dem CSU-Rat genügte die Einschätzung des Bauhofes, der Verwaltung und der Vertragswerkstatt.

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Kirchenthumbach

Die Debatte ging weiter. Jürgen Geyer forderte eine „saubere Bewertung der vielen Reparaturkosten“. Zudem empfahl er die Untersuchung von Alternativlösungen. Ungeduldig reagierte Bürgermeister Jürgen Kürzinger. „Wir haben über das Thema doch schon oft diskutiert“, verwies er auf wiederholte Besprechungen unter anderem im Finanzausschuss. Gleichzeitig drängte er zur Eile und verwies auf die jüngsten Reparaturkosten zur Behebung von Schäden an der Bremsleitung des Unimogs. Je nach Geräteausstattung und nach Abzug des Verkaufserlöses für den Alt-Unimog rechnet Kürzinger mit Gesamtkosten zwischen 52.000 und 60.000 Euro. Unverständlich war für Jan Wiltsch die lange Diskussion über den Geschäftsordnungsantrag der CWG. Wiltsch rief zur Abstimmung. Mit 7:6 Stimmen sprach sich das Gremium zum Verbleib des Tagesordnungspunktes im nichtöffentlichen Teil der Sitzung aus.

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