01.01.2021 - 13:16 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Erfolgreiche Neuansiedlung: Rinovasol baut Produktionsstätte

Die Rinovasol-Gruppe investiert mehrere Millionen Euro in den Ausbau des Geschäftsbetriebes und die Erschließung neuer Märkte in Kirchenthumbach. Am Ende sollen 200 Arbeitsplätze entstehen.

Freude und Dank bei Bürgermeister Jürgen Kürzinger (links) sowie Josef Gmeiner mit Lebensgefährtin Cordula Meironat von der Rivonasol Gruppe, die im Gewerbegebiet Weiherwiesen II eine moderne Produktionsstätte bauen.
von Petra LettnerProfil

Das Unternehmen aus Weiden platzt aus allen Nähten und wird sich im Gewerbegebiet Weiherwiesen II in Kirchenthumbach an einem neuen Produktionsstandort ansiedeln. Die Rinovasol-Gruppe erwarb knapp 20.000 Quadratmeter und reservierte bis zum Jahr 2022 nochmals 1,1 Hektar für die geplanten weiteren Bauabschnitte. Die Firma ist im Moment in Europa der größte Lösungsanbieter für die Verwertung und Instandsetzung von defekten Solarmodulen. Die Sanierung der Module ist eine kostengünstige und ökologisch sinnvolle Alternative zum Schrottplatz. 96,3 Prozent der gelieferten defekten Module können aufbereitet und dem Markt wieder zugeführt werden.

Produktionsbeginn im Herbst

Für den ersten Bauabschnitt der Firma Rinovasol sind die Grundstücke innerhalb der Ringstraße im neuen Gewerbegebiet vorgesehen. Auf 9700 Quadratmetern entsteht eine moderne Produktionsstätte. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Der Baustart für das neue Werk ist bereits für das kommende Frühjahr geplant. Der Produktionsbeginn soll dann im Herbst 2021 erfolgen.

Im neuen Werk sind acht automatische Produktionslinien geplant, die in zwei Schichten gefahren werden. Laut Geschäftsführer Josef Gmeiner werde zwar automatisiert, dennoch werde es keine menschenleeren Produktionshallen geben. Erwünscht seien Ingenieur ebenso wie erfahrene Fachkräfte, aber auch ungelernte Arbeitskräfte. Neben der Sanierung der Module werden auch Verpackung und Versand einen großen Teil in Anspruch nehmen. Die strategisch vorteilhafte Lage, Anbindung an die B 470 sowie die Autobahnen Berlin-München sowie Hof-Regensburg sind von großem Vorteil. Gmeiner bedankte sich nochmals bei Bürgermeister Jürgen Kürzinger für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Weltmarktführer investiert in Kirchenthumbach

Kirchenthumbach

Hammermühle und Plasmaofen

Der umweltfreundliche Betrieb mit den Schwerpunkten Wiederverwendung, Verwertung und Aufbereitung hat als Zielsetzung alle Unternehmensteile an einem Standort zu vereinigen, um eine optimale Produktivität zu erreichen. Daher plant die Unternehmensgruppe im zweiten Bauabschnitt den Betrieb einer Hammermühle. Dafür sind die Grundstücke im südlichen Teil von Weiherwiesen II vorgesehen. Die mechanisch betriebene Mühle recycelt die Solarmodule in drei Fraktionen – klein, mittel und grob. Das Ergebnis ist Aluminium, Nicht-Eisen-Metalle, Glas-Mehl und Kunststoff-Flakes.

Im dritten Bauabschnitt wird der Betrieb eines Plasmaofens angestrebt. Hier werden hochwertige Metalle und Metalllegierungen auf umweltfreundliche und zugleich wirtschaftlich attraktive Weise produziert. Das Genehmigungsverfahren für die Neuerrichtung der Anlagen nach dem Immissionsschutzgesetz übernimmt das Ingenieurbüro Stadlbauer.

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